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Lage am Arbeitsmarkt spitzt sich immer mehr zu

Die Lage am heimischen Arbeitsmarkt wird immer dramatischer. Im Mai stieg die Arbeitslosigkeit um 29,7 Prozent auf 239.777 Jobsuchende.

Es vergeht laum ein Tag, an dem sich die Meldungen über Kurzarbeit und Stellenabbau nicht überschlagen. Allein heute, Donnerstag, haben drei Unternehmen Kurzarbeit bzw. einen Abbau der Belegschaft bekanntgegeben.

Der börsenotierte Leitplattenhersteller AT&S verlautete, dass er Teile der Produktion von Leoben-Hinterberg nach Asien verlagert. 300 Mitarbeiter müssen gehen. Der Wiener Großspediteur Schenker baut hierzulande 100 und im Ausland 200 Arbeitsplätze ab. Bei der verschuldeten Südtiroler Fluglinie Air Alps Aviation wird der Mitarbeiterstand im Herbst von 142 auf nur noch 57 reduziert. Liebherr schickt in Osttirol 1.100 Menschen in die Kurzarbeit. Bei der AUA geht im Countdown zur Übernahme durch die deutsche Lufthansa wieder die Sorge vor einem größeren Stellenabbau um. Bereits jetzt arbeiten Tausende Mitarbeiter kurz.

Erst gestern sprach sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) für eine zeitliche Ausdehnung der Kurzarbeit von 18 auf 24 Monate aus, wofür allerdings ein Nationalratsbeschluss erforderlich ist. Derzeit arbeiten österreichweit 56.000 Menschen kurz, nach Einschätzung des Ministers wird die Dimension noch weiter ansteigen. Am 9. Juni wird laut Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner die im Jänner eingerichtete “Task-Force” wieder zum Thema Kurzarbeit beraten.

Grund für die Kurzarbeit bei der Liebherr-Hausgeräte Lienz GmbH sei die Prognose von einem Absatzrückgang von etwa 15 Prozent für das laufende Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr, hieß es heute. Die Geschäftsführung habe deshalb für 80 Prozent der 1.400 Mitarbeitern von Ende Juli bis Anfang Jänner 2010 beim Arbeitsmarktservice (AMS) Kurzarbeitsbeihilfe beantragt. Konkret sind also rund 1.100 Mitarbeiter davon betroffen.

Beim AT&S wird das Volumsgeschäft vom Standort Leoben-Hinterberg komplett nach Asien verlegt. Die Folge: 300 der 890 noch am obersteirischen Standort tätigen Mitarbeiter müssen gehen. Die Kündigungen sollen bis September durchgeführt werden, die Mitarbeiter seien bereits informiert worden, hieß es heute. Bereits Mitte November 2008 hatte ein Drittel der Belegschaft gehen müssen, damals waren 293 Stamm-Mitarbeiter und 159 Leiharbeiter betroffen. Als “schlimme Nachricht” bezeichnete der Bürgermeister von Leoben, Matthias Konrad (S), die Kündigungen im AT&S-Markt. Kritik an dem Vorgehen von AT&S hagelte es von Arbeiterkammer, ÖVP, KPÖ, BZÖ und dem Gewerkschaftlichen Linksblock (GLB) im ÖGB.

Obwohl der Spediteur Schenker auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurückblickt, muss das Unternehmen heuer der Wirtschaftskrise Tribut zollen. Das Unternehmen wird 100 Mitarbeiter in Österreich und 200 Jobs in Südosteuropa abbauen. Bereits im Herbst 2008, als die Krise zu wirken begann, wurden die Arbeitszeiten weiter flexibilisiert und Resturlaube abgebaut. Schenker verwies auf die allgemein schlechte Marktlage, wonach die beförderten Tonnagen branchenweit um rund 30 Prozent zurückgingen.

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