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Laborhandschuh verfärbt sich bei giftigen Stoffen

Das Verfahren könnte auch für die Lebensmittelindustrie nützlich sein.
Das Verfahren könnte auch für die Lebensmittelindustrie nützlich sein. ©Fraunhofer EMFT
Um die Sicherheit in Labors und in der Produktion zu verbessern, haben deutsche Wissenschaftler einen Handschuh entwickelt, der giftige Substanzen erkennt und sich daraufhin verfärbt.

Viele der aggressiven Substanzen, mit denen Mitarbeiter in der chemischen Produktion, der Halbleiterindustrie oder in Labors hantieren, sind für die menschlichen Sinne nicht wahrnehmbar und darum so gefährlich. Es gibt bereits ein breites Spektrum diverser Methoden, wie beispielsweise empfindliche Messtechnik oder Wärmebildkameras, die vor toxischen Stoffen schützen.

Einfache Handhabung

Forscher der Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologien (EMFT) in Regensburg ergänzen das Angebot künftig um eine weitere Lösung, die einfach anzuwenden ist und keine Stromzufuhr benötigt. Sie haben einen Handschuh entwickelt, der Giftstoffe in der Umgebungsluft erkennt.

Vor dem Gebrauch muss der Schutzhandschuh mit geeigneten Sensormaterialien ausgestattet werden, die das Vorhandensein von Gefahrstoffen in der Luft durch Farbänderung anzeigen. Diese werden speziell auf die entsprechenden Analyten, und damit an die Anwendung, angepasst. Farblos beutet in diesem Fall, dass keine Gefahr besteht, während ein Wechsel zu Blau den Mitarbeiter sofort vor Toxinen warnt.

Weitere Anwendungsgebiete

„Die Schutzkleidung ist aber nur ein möglicher Anwendungsbereich“, sagt Dr. Sabine Trupp, Leiterin der Fraunhofer EMFT Gruppe Sensormaterialien. Die Forscherin hat bereits neue Ideen, wie sich die Errungenschaft weiterentwickeln ließe. Ein in Textilien integriertes miniaturisiertes Sensormodul könnte zum Beispiel Gefahrenstoffe registrieren, die Messwerte speichern und auch an eine zentrale Einheit übertragen. So ließe sich über einen längeren Zeitraum hinweg dokumentieren, wie häufig eine Person in einem gefährdeten Umfeld giftigen Konzentrationen ausgesetzt war. Auch in der Lebensmittelbranche könnten in Folien oder Flaschenverschlüsse integrierte Farbindikatorsysteme künftig den Qualitätszustand von verpackten Lebensmitteln sichtbar machen. (VOL.AT)

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