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Kurz lang

3. Fernsehung. Über eine Million Zuseher wollten ihn, den Aufsteiger, nach Live-Interview-Abwesenheit sehen. Ihn, den so jungen Spitzenkandidat, der sich als Außenminister seit Monaten selbst beurlaubt hat, um in Ruhe für unser Österreich wahlkämpfen zu können. Der den nett lächelnden Opa Brandstetter im alten Regierungspool für ihn vizekanzlern lässt, um sich von jeder zähen Regierungsarbeit frei & frisch zu halten, weil er weder Minister noch Vize sondern gleich Bundeskanzler werden will. Wie gelang ihm das? “Das war”, spricht der Professor Stein, “ein unerhörtes Erlebnis!”. (Morgenstern: „Der Gaul“).

Er ließ die alte ÖVP froh & freudig sich selbst begraben, beförderte 6 schwarze Landeshauptmänner von Bundessargnägeln zu türkisen Pompfuneberern und machte das alte Christenzeug weg. „Wer hat, dem wird gegeben!“ Kurz er bekam alles in eine Hand, seine, darf alle Handaufheber allein aussuchen, schwarze Frauen mit türkisen Reißverschlüssen beschenken, alle Themen bestimmen (er hat nur eins), Abweichler austauschen und neue Gesichter in Elisabeth K.‘s Nähstübchen holen, wie Maria, die Opernball-Lady u.a. Kreuz- und QuereinsteigerInnen. Politik ganz lieb. Kurz er bekam die alte ÖVP von den 6 Ladenhütern einfach geschenkt. „Was nünt koschtat, ischt nünt wert“, sagt zwar ein Volkesspruch (und Günther Sohms Engelbert), er aber sieht sich wie Macron, die ÖVP ihn als CEO mit Hoffnung auf RoI (Return on Investment): „Wir sind Kanzler“, wispern Funktionäre. Self ist der Mann, Selfie wird Kanzler: jung, adrett, gut gekleidet, rednerisch gewandt, nett, mit viel schönen Händen seine Rede umgarnend, ein neuer Typus des politischen Storytellers: Schwiegersohnwunsch schwarzer Parteihausfrauen. Auf Porträts wird der Sprechautomat in glatter Haut gehypt, stabil voran, mit segnender Rechten. Design, das bewegt. Geht so Politik? Zehntausend Neue habe er in Österreichgesprächen zur Mitarbeit am Parteiprogramm gewonnen, das er versteckt, damit die Medien nicht gleich die ganze Schokolade wegfressen. Ein Steuersenkungszipfele hat am Montag rausgeschaut, alles andere bleibt K. im Sack. KTM hat rasch 450.000 Euro gelegt und dafür gute Werbung erhalten. Selfie Kurz zeigt sich gern vor Handys mit offenem Visier. Schein sein reicht vorerst. 33%, 25%, 23% meldet die letzte Umfrage auf Profil.at. Interviews zu fliehen ist beliebtes Mittel von PolitikerInnen geworden. Am Besten ist, sich nicht zu äußern, Antworten zu meiden, nichts zu sagen, dann kann nichts nachgefragt, nichts zum Problem und nichts falsch verbreitet werden. Dann bleibt nichts außer Kurz, der Grenzenschließer, nichts dahinter. Das reicht zumindest der ÖVP für einen Österreichischen Bundeskanzler. Das war Kurz lang. (…—…)

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