Kurz bei Trump - Kanzler begann US-Besuch

Kanzler Kurz und US-Außenminister Mike Pompeo - VN-Chefredakteur Gerold Riedmann berichtet aus Washington.
Kanzler Kurz und US-Außenminister Mike Pompeo - VN-Chefredakteur Gerold Riedmann berichtet aus Washington. ©VOL.AT
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) seinen ersten bilateralen Besuch in den USA begonnen, in dessen Rahmen er am morgigen Mittwoch US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus treffen wird.
Vor Kurz-Reise nach Washington

Der VN-Podcast zu Besuch in Washington: VN-Chefredakteur Gerold Riedmann meldet sich direkt vom Weißen Haus und gibt einen Ausblick, welches Programm Bundeskanzler Sebastian Kurz am heutigen Mittwoch absolvieren wird.

Kurz bei Trump – So läuft der Termin im Weißen Haus ab

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird am heutigen Mittwoch von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen, als erster österreichischer Regierungschef seit 13 Jahren. Nach gut einer Stunde soll der Termin wieder vorbei sein. Ein Überblick:

13.45 Uhr (19.45 Uhr MEZ) – Kurz fährt mit dem Auto beim Eingang zum Westflügel des Weißen Hauses vor. Dort wartet Trump auf ihn, der ihn begrüßt und ins Gebäude geleitet.

13.50 Uhr (19.50 Uhr MEZ) – Kurz wird in den Roosevelt Room geführt, das ehemalige Präsidentenbüro, das heute ein Besprechungsraum ist. Dort trägt er sich in das Gästebuch ein.

13.50 Uhr (19.50 Uhr MEZ) – Kurz betritt das gegenüber vom Roosevelt Room liegende Oval Office, wo zunächst ein Vier-Augen-Gespräch mit Trump stattfinden soll. Zu Beginn wird es aber äußerst hektisch zugehen, da zahlreiche Journalisten und Kamerateams versuchen werden, Statements der beiden zu bekommen. Anschließend an das Vier-Augen-Gespräch, dessen Dauer noch nicht abschätzbar ist, findet ein Delegationsgespräch in größerer Runde statt.

14.50 Uhr (20.50 Uhr MEZ) – Kurz verlässt das Weiße Haus. In einem nahegelegenen Hotel finden anschließend Briefings durch den Kanzler sowie US-Botschafter Trevor Traina statt.

Erster Stop: Abendessen mit Außenminister Pompeo

Erster Programmpunkt war ein Abendessen mit Außenminister Mike Pompeo, bei dem es unter anderem um den Nahost-Konflikt ging. Wie Kurz den mitreisenden österreichischen Journalisten berichtete, sei es bei dem Diner im State Department um die Situation im Nahen Osten gegangen, “wo die USA wieder an einer Lösung arbeiten und wahrscheinlich noch in diesem Halbjahr einen Vorschlag präsentieren werden”. Kurz begrüßte die Aktivitäten der USA im Nahost-Konflikt. Es sei “immer positiv”, wenn diese einen Vorschlag präsentierten.

Kurz berichtete von einem “interessanten Austausch zu außen- und geopolitischen Fragen”. Pompeo habe auch über die Korea-Frage berichtet, in der er persönlich sehr aktiv sei. Im Verhältnis zwischen EU und USA gebe es indes “viele Sachfragen, die uns trennen”, räumte der Kanzler ein. Konkret nannte er etwa die Klimapolitik oder Handelsfragen. Allerdings erinnerten die beiden Spitzenpolitiker auch an Zeiten, in denen die Beziehungen zwischen Wien und Washington besonders fruchtbar waren: Kurz übergab Pompeo ein Buch mit dem Titel “The Marshall Plan. Saving Europe, Rebuilding Austria”, in dem eine umfassende Bilanz über das US-Programm zur Ankurbelung der europäischen Wirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg gezogen wird.

Kurz hatte bereits im Vorfeld des Abendessens betont, dass dabei jene Themen im Fokus stehen würden, “bei denen wir unterschiedliche Auffassungen haben, wie der Kampf gegen den Klimawandel, der Einsatz gegen Protektionismus und für einen fairen und gerechten Handel im Sinne der österreichischen Wirtschaft sowie globale Fragen, wie die Abrüstung von Atomwaffen”.

(APA/Red.)

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