Kurt Fischers absolute Macht ist alles andere als gesichert

Bgm. Kurt Fischer droht offenbar der Verlust der Absoluten.
Bgm. Kurt Fischer droht offenbar der Verlust der Absoluten. ©Bernd Hofmeister
VN-Umfrage: Einbußen für Schwarze und Zugewinne für Grüne, Rote und Blaue in Lustenau.

Zu diesem Schluss kommt Marktforscher Dr. Edwin Berndt in einer Wahlprognose, die er im Auftrag der VN im Vorfeld der Gemeindewahl am Sonntag erstellt hat. „Die Volkspartei verliert als einzige Partei, und das deutlich“, schreibt Berndt. „Die Partei muss um den Erhalt der absoluten Mehrheit in hohem Maß zittern. Angesichts doch deutlicher Zuwächse der kleinen Parteien SPÖ und Grüne wird ein Halten der Mehrheit augenscheinlich erschwert“, meint Berndt in seiner Analyse. Darüber hinaus prognostiziert der Marktforscher auch den Freiheitlichen Zuwächse.

ÖVP nur mehr stärkste Partei

Für Berndt wäre ein Verlust der ÖVP-Absoluten ohnehin keine Sensation, zumal in Lustenau ein halbes Jahrhundert die Freiheitlichen das Sagen hatten. Kleiner Trost für die derzeit Regierenden: Die Volkspartei dürfte gemäß Umfrage die relativ stärkste Partei im Rathaus bleiben.

21 Prozent unschlüssig

Die Stärken der Lustenauer Grünen würden unter anderem auch mit Umweltproblemen in der Marktgemeinde in Form von Abgasen und Lärm zusammenhängen. Auch das Abschneiden der Grünen bei den jüngsten Wahlgängen und deren Mitwirkung in der Landesregierung verleihen der Partei Auftrieb. Den Blauen prophezeit Berndt hingegen nur geringe Zuwächse. „Dass dieser Zuwachs nicht deutlicher ausfällt, liegt am Erstarken von Roten und Grünen.“

Schafft Fischer Direktwahl?

In einer Wahlprognose seien auch Unwägbarkeiten enthalten. Berndt: „Unser Problem lautet, dass wir mit 21 Prozent viele Unschlüssige vorfinden, deren Haltung schwer einschätzbar ist.“ Auch das Abschneiden der Kandidaten bei der Bürgermeister-Direktwahl wurde abgefragt. „Demnach könnte es für Bürgermeister Kurt Fischer im ersten Wahlgang nicht für eine Absolute reichen.“

Heute Abend große Debatte

Die Betonung liege allerdings auf „könnte“, meint Berndt und verweist auf eine hohe Zahl von 21 Prozent Unschlüssiger. FPÖ-Spitzenmann Fitz bringt es laut Berndt auf 29 Prozent. Er kann also das Niveau von Ernst Hagen, der 2010 noch 32 Prozent erreichte, nicht halten. Heute stehen die Kandidaten bei einer Wahldiskussion von VN und ORF im Reichshofsaal Rede und Antwort. Beginn: 19.30 Uhr.

Die Debatte wird ab 19.30 Uhr live auf VOL.AT übertragen:

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