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"Kulturell freundliche Jahresendfeiern" im Ländle?

"Kulturell freundliche Weihnachtsfeier" - was halten Sie davon?
"Kulturell freundliche Weihnachtsfeier" - was halten Sie davon? ©Photo by Mel Poole on Unsplash / Photo by Eugene Zhyvchik on Unsplash
Anstelle von Weihnachtsfeiern im Büro: In Australien soll es nun "kulturell freundliche Jahresendfeiern" geben - um zu vermeiden, dass Nichtchristen beleidigt bzw. ausgeschlossen werden.

Kollegen schleppen Glühweintöpfe in die Büros. Andere Bleche voller Kekse. Dieser Tage begießen viele Unternehmen im Ländle ihre Weihnachtsfeiern. Ein letztes traditionelles Zusammenkommen vor dem Jahresende. In Australien sollen diese Weihnachtsfeiern nun durch „kulturell freundliche Jahresendfeiern“ ersetzt werden. Der Grund: Nichtchristen sollen nicht beleidigt bzw. ausgeschlossen werden. Vielmehr sollen Unternehmen in Australien nun alle Traditionen und Feiertage mit einbeziehen – darunter das jüdische Chanukka, den buddhistischen Bodhi-Tag, den islamischen Ramadan und das hinduistische Diwali.

Büro sei "für alle da"

Diese Regelung soll es den Mitarbeitern möglich machen, an christlich-religiösen Feiertagen wie dem bevorstehenden Weihnachtsfest zu arbeiten, um sich Zeit für andere Feierlichkeiten zu nehmen, die ihrem eigenen Glauben entsprechen. Lisa Annese vom Diversity Council Australia wird im „The Herald Sun” zitiert, dass jedes zehnte ihrer 500 Mitgliedsunternehmen bereits diesen Ansatz umgesetzt hätte. „Wenn Sie eine Weihnachtsfeier haben, stellen Sie sicher, dass auch andere Glaubensrichtungen daran teilnehmen.“ Schließlich sei das Büro "für alle da".

Multikultureller Kalender

In Australien soll es nun also eine kombinierte Weihnachts- und Neujahrsfeier geben. Zum Beispiel soll ein Kalender entwickelt werden, der multikulturell organisiert ist – und so alle Feierlichkeiten aufführt, die für die Mitarbeiter relevant sind. Ist das auch ein Modell für das Ländle?

Der Diversity Council will die Bedürfnisse von Menschen unterschiedlichen Glaubens berücksichtigen.

Darunter die ...

  • Ernährungsbedürfnisse
  • Festlegung der Zeit für Gebet und Meditation
  • Wahrung kultureller Grenzen

In Australien seien laut „dailymail“ - die sich auf eine ABS-Volkszählung aus dem Jahr 2016 berufen - 52 Prozent der Australier Christen. Viele würden also von den Feierlichkeiten unberührt bleiben. „Wir sagen nur, dass viele Australier Weihnachten nicht religiös feiern, weder als Anhänger nichtchristlicher Religionen noch als Personen ohne religiöse Zugehörigkeit - und das darüber nachgedacht werden sollte.“

(Red.)

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