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Kult-Horror besser denn je: "Resident Evil 4" im Test

Das Remake von "Resident Evil 4" - bester Gaming-Horror (ab 18!).
Das Remake von "Resident Evil 4" - bester Gaming-Horror (ab 18!). ©Screenshot Capcom
Alle dachten, der Survival-Horror-Hit war perfekt – doch Capcom legt eine Schippe drauf.
Ländle Gamer

(PC, XBX, PS4 & PS5) Capcom weiß, wie man „Resident Evil“-Remakes richtig macht. Das haben die jüngsten Versionen von Teil 2 und 3 der Serie bewiesen. Jetzt wird der revolutionär-kultige Teil 4 von 1996 auf dem GameCube einer Frischzellen-Kur unterzogen. Das Resultat ist bester Horror (ab 18!) mit modernem Look and Feel.

Von dieser gelungenen Mutation werden sich sowohl altgediente Veteranen als auch unbedarfte Neueinsteiger gerne anstecken lassen. Denn das alte Game samt Gameplay wurde nicht nur oberflächlich aufgeputzt, sondern porentief – vom Gameplay bis zur Handlung – modernisiert und verfeinert.

Die Grundstory bleibt die gleiche wie einst beim Original vor über 25 Jahren: Leon S. Kennedy, der vor sechs Jahre durch die Hölle des Virusausbruchs in Raccoon City ging, soll nun die Tochter des US-Präsidenten retten. Leon lokalisiert sie in einem abgelegenen europäischen Dorf. Dessen BewohnerInnen sind aber alles andere als gastfreundlich und wollen ihm ans Leder. Spannung ist garantiert mit rastloser Action, einer packenden Sekten-Story und einem Virus, der willenlos macht.

"Resident Evil" wie es sein soll

In Sachen Gameplay bedeutet das: Wir erkunden wieder – mit Nah- und Fernkampfwaffen ausgestattet – atmosphärisch dichte Grusel-Landschaften, bevölkert von bissigen Menschen und bösartigem Getier. Gesteuert wird Leon wie auch im Original aus der Third-Person-Perspektive. Da schaut man gerne zweimal hin, denn allein visuell ist das Remake schlicht atemberaubend. Man erkennt man jedes Härchen, jeden Blutspritzer und jeden noch so kleinen Zahn im Mutanten-Maul, das uns gleich verspeist. Aber nicht nur die Präsentation wurde aufgebrezelt, es gibt neue Inhalte, die Handlung wurde stellenweise etwas angepasst und die Tonart ist generell ein bisschen ernster statt trashig. Gerade erfahrene Fans werden außerdem den ein oder anderen wohligen Aha-Effekt dank kleinerer Neuinterpretationen erleben. Die Handvoll Eskortier-Missionen sind zwar etwas weniger nervig, aber immer noch begrenzt lustig.

Alter Held mit neuen Tricks

Held Leon hat ein paar frische Tricks gelernt: Er lässt sich nun viel flexibler und flüssiger steuern, nimmt teilweise eine John-Wick-Gedächtnis-Pose mit seiner Pistole ein und darf Schleich-Kills ausführen. Überraschend befriedigend ist die neue Parier-Mechanik seines Messers. Leon kann nun vom Heugabel-Stich über den Kettensägen-Insta-Kill bis hin zur heranfliegenden Granate praktisch alles abwehren – das richtige Timing vorausgesetzt. Leider geht sein Parier-Messer aber mit der Zeit kaputt. Gibt es irgendwo jemand der sagt, mir macht es Spaß, wenn meine Gerätschaften im Game irgendwann unbrauchbar sind? Das soll einer verstehen, ist aber letztlich verschmerzbar.

Fazit des Ländle Gamers

Das Remake von „Resident Evil 4“ ist nicht weniger als ein absoluter Volltreffer, zu dem man Capcom nur gratulieren kann. Fans und Neulinge dürfen sich über Altbekanntes in modernem Gewand und mit vielen angenehmen Verbesserungen freuen. So und nicht anders sollte man diesen Klassiker entweder ganz neu oder nach Jahren wiederentdecken. Zum vorsichtigen Reinschauen steht auch eine Kettensägen-Demo kostenlos zur Verfügung.

(VOL.AT)

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