Künftiger Salzburger Festspielintendant gegen Nebenschienen

Skeptisch gegenüber "Nebenschienen" hat sich der designierte Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, der letztmals die am 13. Mai beginnenden Wiener Festwochen verantwortet, am Samstag im ORF-Mittagsjournal geäußert. "Das ist eine grundsätzliche Überlegung: braucht es Nebenschienen, oder soll, um Heinrich Heine zu zitieren, alles der lockige Hauptgedanke sein?"


Er sei sich nicht sicher, ober er “mit diesen Begrifflichkeiten operieren möchte”, diese ewige Trennung zwischen dem, was vermeintlich publikumswirksam und dem was vermeintlich nicht so publikumsstark sei, sagte Hinterhäuser im Zusammenhang mit dem Wegfall des “Young Directors Project” nach Absprung eines Sponsors. “Wir haben dafür noch keinen Ersatz gefunden, und ich bin nicht sicher, ob wir bis 2017 einen gefunden haben werden.”

Hinterhäuser räumt ein, dass man immer stärker auf finanzielle Unterstützung von Außen, also nicht von der öffentlichen Hand, angewiesen sei. “Das hat seine Richtigkeit und das hat auch Aspekte, die man durchaus als problematisch sehen kann”, sagte der Festwochen-Intendant. Wenn die Höhe des Sponsorings, wie es seines Wissens nach einmal in Salzburg der Fall gewesen sei, die Höhe der öffentlichen Gelder erreiche, “fängt es an, ein grundsätzliches Problem zu werden”.

Übermäßige Forderungen von Sponsoren kennt Hinterhäuser nicht, für ihn wäre es auch ein “No Go”, wenn ein Sponsor käme und seine Unterstützung an inhaltliche Forderung knüpfen würde – “das mache ich nicht”. Die moralisch-ethische Seite, also “wer gibt dieses Geld, woher kommt dieses Geld, wie ist dieses Geld erwirtschaftet worden, das wir jetzt verwenden können, um ein Festival zu gestalten, die ist schon so, dass ich das eigentlich lieber nicht bis zum Ende durchdenken würde, das gebe ich zu.”

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