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Kub Café Bar in Bregenz: Egger statt Mohren Bier

Am 10. April 2019 feiert das KUB Café Bar in Bregenz seine Wiedereröffnung. Neu: Statt Mohren Bier gibt es jetzt Gerstensaft von der Brauerei Egg. Die Hintergründe.

Immer wieder keimt die Diskussion um das Logo der Mohrenbrauerei auf, das einen “Mohr” auf dem Etikett zeigt. Das Logo mit dem “Mohr”, das für viele nicht mehr zeitgemäß ist, geht auf das Jahr 1784 zurück. Damals eröffnete Josef Mohr in Dornbirn eine Gaststätte mit angeschlossener Brauerei und benannte das Haus “Zum Mohren”.  Der Gaststättenbetreiber verwendete hierfür auch das Familienwappen, das einen “Mohr” abbildete.  Als Franz-Anton Huber am 1. Mai 1834 die Gaststätte samt Brauerei übernahm, hielt er sowohl am Namen als auch am “Mohr” fest.  So steht der “Mohr” nun schon seit exakt 235 Jahren für das beliebte Bier aus Dornbirn. Während die meisten Vorarlberger die Geschichte dahinter kennen, herrscht bei ausländischen Gästen oft Erklärungsbedarf. Gar “Rassismus” wird der Mohrenbrauerei zum Teil unterstellt. Keine einfache Situation für die Dornbirner Brauerei, die weiterhin am “Mohr” festhält und diesen als Synonym für ihre Tradition, Heimat und soziales Engagement sieht.

Keine vertragliche Bedingung

“Mohr” sorgt bei internationalen Gästen für Fragen

Der “Mohr” dürfte jetzt aber der ausschlaggebende Punkt gewesen sein, dass die Brauerei einen Kunden verloren hat. Die neuen Betreiber der KUB Café Bar in Bregenz werden in Zukunft nämlich kein Mohren Bier mehr ausschenken. “Wir hatten sehr gute Gespräche mit den neuen Betreibern, aber wir werden das KUB Café in Zukunft nicht mehr mit Bier beliefern“, bestätigt Thomas Pachole, kaufmännischer Geschäftsführer bei der Mohrenbrauerei, im VOL.AT-Gespräch.

Es brodelt in der Gerüchteküche

T. Pachole
T. Pachole
Schnell machten nun Gerüchte die Runde, dass es den Pächtern vertragsmäßig untersagt bzw. von der KUGES nahegelegt wurde, die Biermarke zu wechseln. Das stimmt allerdings nicht und wird von KUB-Seite als auch von KUGES-Geschäftsführer Werner Döring entschieden zurückgewiesen.  Im Pachtvertrag ist laut dem zuständigen KUB-Direktor Thomas D. Trummer ganz klar festgehalten, dass die Betreiber sich ihre Lieferanten natürlich selbst aussuchen dürfen.
An Spekulationen und Gerüchten, dass der Bierwechsel alleine am Logo gelegen hat, will sich zudem auch Mohren-Geschäftsführer Thomas Pachole nicht beteiligen.
Direktor Thomas D. Trummer.
Direktor Thomas D. Trummer. ©K. Hartinger

Keine Bedingung im Pachtvertrag

Wirklich unglücklich ist man beim KUB aber nicht, dass die Betreiber jetzt Bier von der Brauerei Egg sowie Meckatzer ausschenken. So erspare man sich zahlreiche Diskussionen mit internationalen Gästen. “Wir haben viele internationale Künstler und das Thema wurde natürlich im Vorfeld diskutiert “, lässt KUB-Direktor Thomas D. Trummer gegenüber VOL.AT wissen. Aus dieser Position habe man auch nie einen Hehl gemacht.

Döring: “Keine Minderwertschätzung des Produkts”

Werner Döring, der Geschäftsführer der Vorarlberger Kunsthäuser Betriebsgesellschaft (KUGES), kündigt gegenüber VOL.AT indes Gespräche mit den Verantwortlichen der Mohrenbrauerei an. Er verstehe die kritischen Beiträge aufgrund des Feedbacks von internationalen Gästen. Döring hält auch fest, dass es nicht um eine Minderwertschätzung des Produkts gehe, sondern: “Was bewirkt das Logo bei unseren Gästen? Wie kommt das bei uns an?” Diese Rückmeldungen wolle man weitergeben. Döring konstatiert, dass man die Mohrenbrauerei nicht in eine Negativkampagne hineinziehen will. Er ortet aber nicht nur Diskussions- sondern auch Handlungsbedarf und man wolle auch helfen allfällige Lösungen anzudenken. Auf Ende April ist ein Treffen zwischen KUGES und Mohrenbräu avisiert bei dem die Standpunkte geklärt werden sollen.
(VOL.AT)

 

 

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