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Küss den Frosch DS

"Küss den Frosch" für den DS: Gelungene Filmumsetzung für Kids.
"Küss den Frosch" für den DS: Gelungene Filmumsetzung für Kids. ©Waibel
Erfolgreiche Lizenzverwurstungen sind auf dem Nintendo DS ebenso selten wie Games, die für Nachwuchsgamer tauglich sind – wenn man von Prinzessin Lalilu in der letzten Zeit absieht. „Küss den Frosch“ für den DS verwurstet die Lizenz erfolgreich, aber ist es auch ein nettes Kindergame geworden?  

Tiana arbeitet in einem kleinen Restaurant in New Orleans, da begibt es sich, dass sie wegen eines Cateringauftrags auf einer Party landet, die zu Ehren des Prinzen Naveen gegeben wird. Doch der Prinz ist nicht, was er vorgibt, denn er präsentiert sich in Gestalt eines durch den bösen Doctors Facilier verwandelten Frosches. Ein Doppelgänger ersetzt den echten Blaublüter. Der Prinz in Gestalt des Froschs erreicht dennoch die Party und kann Tiana davon überzeugen, ihn zu küssen, mit dem Ziel, sich wieder in den echten Prinzen zurück zu verwandeln. Soviel zur Theorie, die im Märchen einwandfrei funktioniert. Doch Märchen sind eben Märchen und wenn auch die Geschichte um „Küss den Frosch“ Fiktion ist – hier geht eindeutig etwas deutlich daneben. Denn nachdem Tiana den Glitschhäuter abgebusselt hat, sieht sie sich plötzlich selbst in Gestalt eines Frosches wieder, das Abenteuer beginnt.

Und zwar mit einer Rückblende, denn man beginnt das Spiel in Gestalt der menschlichen Tiana, die sich zu Beginn der Geschichte auf dem Weg zu dem kleinen Restaurant in New Orleans macht. Dabei muss sie für andere Charaktere aus dem „Küss den Frosch“-Universum, wie ihre Freundin Charlotte Aufgaben erledigen. Die Bandweite der Dienste reichen vom Wegräumen des Mülls vor dem Restaurant durch Pusten ins Mikrofon, über das Spielen einer Melodie auf dem Klavier, bis hin zum Kochen eines bestimmten Rezeptes.

So können auch die Kleinsten unter uns Gamern das Spiel während des Abenteuers durch Pusten ins Mikrofon steuern, während des Musizierens und Kochens wechselt das Geschehen in einen eigenen Minispielmodus. Während des Musizierens fallen Noten von oben herab und man muss im richtigen Moment eine Klaviertaste betätigen, beim Kochen geht es darum, die verschiedenen Zutaten bereitzustellen und durch Pusten die Temperatur im Topf nicht zu hoch steigen zu lassen. Diese Koch-Phasen durchlebt man auch als Frosch auf der Suche nach dem Rückverwandlungszauber. Als Frosch schwingt sich Tiana dank ihrer Zunge auf Jump´n-Run-Abschnitten durch die Levels, mithilfe des Glühwürmchens Ray, den Tiana im Sumpf trifft, kann sie fortan dank seines Lichtes auf Erkundungstouren gehen. Dank Ray´s Licht trotzt Tiana auch Gefahren, die von den mysteriösen Schatten ausgehen. Spielerisch war es das auch schon mit der Abwechslung, für erfahrene erwachsene Spieler eindeutig zuwenig, aber „Küss den Frosch“ hat auch eindeutig die

Ein zusätzliches Feature ist der Jamsession-Mode. Wer nämlich neben einem eigenen Nintendo DS auch ein Spielmodul von „Küss den Frosch“ besitzt, kann mit bis zu vier Freunden auch eine Mehrspieler-Jamsession mit Louis’ Jazz Quartett veranstalten. Im „Küss den Frosch“-Kochbuch findet man außerdem fünf Originalrezepte aus New Orleans und außerdem kann man sich an der Jukebox alle Songs anhören, die man durch das Sammeln der entsprechenden Objekte im Abenteuer bereits freigespielt hat.

Fazit:

„Küss den Frosch“ für den DS ist beides: Eine einigermaßen gute Filmumsetzung und ein altersgemäß angepasstes Game für die Kleinsten unter uns Gamern. Das birgt aber schon die Krux an der Sache in sich: Erwachsene und erfahrene Zocker werden sich mit dem Spiel rasch unterfordert fühlen. Außerdem wissen die Passagen als Mensch einerseits zu gefallen, als Frosch stellt sich zuweilen Langeweile ein. Soundtechnisch ist das Machbare aus dem DS herausgeholt worden, wobei Wii-Eigner doch lieber zur Heimkonsolenversion greifen sollten. Als leichte Kost für unterwegs für die Gamer-Kids aber ein netter Appetithappen. 

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