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Käseskandal: Weitere Ermittlungen

Firmeninhaber verbrachte sechs Monate in U-Haft - Kritik an und in Italien. Im Skandal um die 11.000 Tonnen Gammelkäse, die in Norditalien mit frischen Produkten vermischt und verkauft wurden, sind die Ermittlungen nach wie vor im Laufen.

Der Fall ist den italienischen Behörden anscheinend seit ungefähr zwei Jahren bekannt. Ein 46-jähriger Sizilianer, der in diesem Zusammenhang im März 2007 festgenommen wurde, verbrachte sechs Monate in Untersuchungshaft, ist nach Angaben aus Ermittlerkreisen aber noch nicht abgeurteilt.

Bei dem Mann handelt es sich um den Besitzer der drei Unternehmen, in denen der verdorbene Käse, in dem sich teilweise bereits Würmer, Mäusekot und Farbrückstände befanden – vor allem zu Mozzarella, Gorgonzola und Schmelzkäse verarbeitet wurde. Der italienische Milchkonzern Granarolo, der laut Medienberichten in den Sog der Ermittlungen geraten ist, dementierte jegliche Verwicklung in den Skandal. Die Justizbehörden hätten in keiner Weise Kontakt mit der Firma aufgenommen, hieß es in einer Aussendung.

Bei der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in Wien war man am Montag damit beschäftigt, die Datenbank noch einmal nach möglichen Warnungen durch die EU zu durchsuchen. Die Europäische Union hat für derartige Fälle ein Schnellwarnsystem eingerichtet, durch das die Staaten auf nicht genießbare Lebensmittel hingewiesen werden. Nach Informationen der dpa soll die EU von Italien weitere Angaben angefordert haben.

In einem Betrieb in Bayern, wo unter Ägide des verdächtigen Italiener ebenfalls vergammelter Käse weiterverarbeitet worden sein soll, wurden Proben sichergestellt. Die Auswertung der Ergebnisse ist noch nicht abgeschlossen. Verbraucherschutzminister Othmar Bernhard (CSU) bemängelte laut dpa, dass die italienischen Behörden erst nach Bekanntwerden des Skandals über Medien Angaben in das Schnellinformationssystem gegeben hätten. Noch immer lägen den bayerischen Behörden keine aussagekräftigen Unterlagen vor.

Der italienische Milchverband Assolatte versicherte am Montag, dass es keine Gefahren für die öffentliche Gesundheit gebe. Der Konsumentenschutzverband Unione Consumatori verlangte schärfere Kontrolle. “Vergammelter Käse wurde nicht entsorgt, sondern mit der Unterstützung von großen Milchkonzernen wiederverarbeitet und neu verkauft, was einen Umsatz von Millionen Euro brachte. Und dies auf Kosten der Gesundheit der Verbraucher”, sagte der Präsident des Verbands, Massimiliano Dona. Er verlangte strenge Kontrollen und Strafen für die Verantwortlichen.

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