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Kroatien: EU-Beitrittsverhandlungen verschoben

Die EU hat den ursprünglich für Donnerstag vorgesehenen Start für Beitrittsverhandlungen mit Kroatien verschoben. Die 25 EU-Außenminister Staaten erzielten keine Einigung über die Aufnahme der Gespräche.

Das berichteten Diplomaten am Mittwoch. Einige Staaten sahen die Bedingungen für Verhandlungen wegen fehlender Zusammenarbeit Kroatiens mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag als nicht ausreichend erfüllt.

Über die genauen Schlussfolgerungen für das weitere Vorgehen gegenüber Kroatien beraten die Außenminister weiter. Luxemburg drängt nach Angaben von Diplomaten auf eine schnelle Entscheidung.

Für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Kroatien hätten sich schließlich mehr Länder eingesetzt als ursprünglich, hieß es in Diplomatenkreisen. Demnach hätten neben Österreich auch Ungarn, Slowenien, Malta, Irland, Litauen und Zypern einen Start der Gespräche zu dem ursprünglich vorgesehen Zeitpunkt am Donnerstag befürwortet. Die Slowakei hingegen habe sich entgegen ihrer früheren Haltung nicht mehr für Kroatien eingesetzt.

Finnland habe seine kritische Haltung gegenüber Kroatien mit dem Argument verteidigt, dass ein Aufschub der Verhandlungen eine „klare Botschaft“ nicht nur an die Balkanregion, sondern auch an die Türkei sei. Die EU will mit der Türkei Anfang Oktober Beitrittsverhandlungen aufnehmen, knüpft dies aber unter anderem an eine De-Facto-Anerkennung Zyperns.

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