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Kroatien begrüßt EU-Taskforce

Die Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs über die Einsetzung einer Taskforce, die die Zusammenarbeit Kroatiens mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal beobachten soll, wird in Zagreb sehr positiv bewertet.

Alle Politiker begrüßten die Einsetzung, und die Zeitungen titelten am Donnerstag „Carla del Ponte ist nicht mehr der einzige Richter für Kroatien“ und „Del Ponte verliert die Unterstützung der EU“.

Der kroatische Präsident Stjepan (Stipe) Mesic meinte, dass die Gründung der Mission zwei Dimensionen habe: „Es ist gut für uns, einen objektiven Beobachter zu bekommen, der darüber auch der EU berichten wird.“

Ministerpräsident Ivo Sanader begrüßte ebenfalls die Einsetzung der Mission und kündigte weitere Versuche der kroatischen Regierung an, den flüchtigen kroatischen General Ante Gotovina zu finden. „Die Regierung wird alles machen, um diesen Fall zu lösen, und falls wir das nicht tun können, fordern wir die Würdigung, dass wir alles unternehmen“, meinte Sanader. Justizministerin Vesna Skare-Ozbolt meinte, dass die Mission die EU von der vollen Kooperation Kroatiens mit dem UNO-Tribunal überzeugen solle.

Ivica Racan, der Chef der Sozialdemokraten (SDP), der stärksten Oppositionspartei Kroatiens, meinte, dass die Gründung der Taskforce eine gute Voraussetzung für das Festlegen des Beginns der Beitrittsverhandlungen sei. „Wir hoffen, dass die Regierung helfen wird, damit die Mission den Eindruck der vollen Kooperation bekommt“, so Racan.

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