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Kärntner Hypo nach Razzien erneut im Gerede

Hausdurchsuchung in Konzernzentrale
Hausdurchsuchung in Konzernzentrale ©APA (Archiv/Eggenberger)
Die Kärntner Hypo Group Alpe Adria (HGAA) kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach den Hausdurchsuchungen in der Konzernzentrale in Klagenfurt - zeitgleich erhielt auch die BayernLB Besuch von der Justiz - ist man um Schadensbegrenzung bemüht. Die Landespolitiker - das Land hält rund 12 Prozent - betonen vor allem, dass es gar nicht um die Kärntner Bank gehe, sondern nur die Bayern betroffen seien.

Die Staatsanwälte und Kriminalbeamten tauchten auch bei Berlin & Co auf, ebenso bei der Kärntner Landesholding, der Grazer Wechselseitigen Versicherung (Grawe) und den Anwälten, die damals den Verkauf der Hypo-Anteile an die bayerische Landesbank betreut hatten, etwa bei Berlins Anwaltskanzlei Wolf Theiss in Wien. Das Interesse der Münchner Justizbehörden gilt offenbar in erster Linie den Hypo-Anteilen, welche von der Grawe im Frühjahr 2007 an die Gruppe um Tilo Berlin verkauft wurde.

Berlin hatte mit diesem Zukauf die Sperrminorität bei der HGAA erreicht. Der damalige BayernLB-Vorstandschef Werner Schmidt, der jetzt der Untreue verdächtigt wird, hatte bei den Verhandlungen mit dem Land Kärnten stets betont, für ihn komme eine Minderheitsbeteiligung an der Hypo nicht infrage, wenn, dann wolle er die Mehrheit. Eben diese kontrollierende Mehrheit konnte er aber nur bekommen, wenn außer dem Land auch Berlin seine Anteile verkaufen würde, was den Preis in die Höhe trieb.

Genau diese Frage wurde im Kärntner Landtag in einem eigenen Untersuchungsausschuss ausführlich beleuchtet. Berlin, der ebenso wie Schmidt einvernommen wurde, erklärte bei der Befragung, der höhere Preis sei eine “strategische Prämie”. Der damals amtierende bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser scheint der gleichen Ansicht zu sein, gegenüber der “Süddeutschen Zeitung” erklärte er, er halte den Kauf der Hypo durch die BayernLB auch heute noch für richtig.

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