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Kärnten droht Exekution von Gerichtskosten

Kärnten droht jetzt eine Exekution von Gerichtskosten in der Höhe von 4.960 Euro durch Bundespräsident Heinz Fischer. Hintergrund ist die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes in der Frage der zustehenden Parteienförderung für die FPÖ Kärnten.

Das Höchstgericht hatte der Beschwerde der FPÖ Kärnten statt gegeben. Im Urteil hat der Gerichtshof das Land Kärnten auch zur Übernahme der Anwaltskosten des Rechtsvertreters der FPÖ Kärnten verurteilt, teilte der Anwalt am Freitag mit.

Da die Zahlung an den Rechtsvertreter der FPÖ Kärnten, den Salzburger Rechtsanwalt und FPÖ-Politiker Andreas Schöppl, trotz abgelaufener Frist bis dato nicht eingetroffen ist, strebt Schöppl nun eine Exekution gegen das Land Kärnten an. “Ich muss den Verfassungsgerichtshof nun ersuchen, dass dieser beim Bundespräsidenten die Hereinbringung der Kosten veranlasst”, schildert Schöppl die Vorgangsweise. Für den Rechtsanwalt und FPÖ-Politiker sei es unverständlich, dass das Land Kärnten nicht zahle. “Vorbildhaft ist das Verhalten keineswegs, denn jeder Bürger hat Gerichtsurteilen Folge zu leisten”, so Schöppl.

Hintergrund des Ganzen: Anfang April 2005 hatte sich das BZÖ von der FPÖ abgespalten. Im Kärntner Landtag wurde die FPÖ damit schlagartig zur Ein-Mann-Fraktion – in Person von Franz Schwager – reduziert, 15 Mandatare wechselten mit dem damaligen Landeshauptmann Jörg Haider ins BZÖ (das sich in dem Bundesland allerdings weiterhin “Freiheitliche in Kärnten” nannte).

Ende April beschloss der Landtag neue Richtlinien für die Parteienförderung. Demnach sollten nur noch Parteien mit mindestens zwei Abgeordneten gefördert werden, womit die FPÖ künftig leer ausging. Die FPÖ wandte sich an den Verfassungsgerichtshof, der Ende 2007 ein Gesetzesprüfungsverfahren einleitete. Ergebnis: Die Richtlinien für die Parteienförderung dürfen zwar geändert werden, aber nicht während der laufenden Gesetzgebungsperiode. Die Kärntner FPÖ kündigte an, die Parteienförderung für die vergangenen drei Jahre in der Höhe von rund 2,1 Millionen Euro nachfordern zu wollen.

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