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Kritik an Syrien nach Angriffen

Heftige internationale Kritik hat es nach den Angriffen auf die Botschaften Dänemarks, Norwegens und Schwedens in Damaskus gegeben.

In der syrischen Hauptstadt hatten am Samstag mehrere tausend Moslems aus Wut über die Mohammed-Karikaturen in dänischen (und später anderen europäischen) Zeitungen die Vertretungen der drei Länder in Brand gesteckt.

Neben Vertretern der betroffenen Länder verurteilte auch die US- Regierung die gewaltsamen Proteste „auf das Schärfste“. Auch die österreichische Ratspräsidentschaft der Europäischen Union verurteilte die Übergriffe. „Solche Taten können durch nichts legitimiert werden“, erklärte Außenministerin Plassnik.

Verantwortlich für diese Angriffe sei die syrische Regierung, erklärte der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, am Samstag in Crawford im US-Staat Texas. Dass die Regierung die diplomatischen Vertretungen trotz vorheriger Drohungen nicht geschützt habe, sei „nicht zu entschuldigen“. Die USA erklärten sich angesichts dieser „skandalösen Vorgänge“ mit Dänemark und ihren europäischen Verbündeten solidarisch, hieß es in der Stellungnahme weiter.

Norwegen will seine Diplomaten aus Syrien abziehen. Außenminister Jonas Gahr Störe sagte dem Fernsehsender NRK, ein Angriff auf eine Botschaft sei eine „extrem ernste Angelegenheit“. Der dänische Außenminister Per Stig Möller bezeichnete es am Samstag als „völlig inakzeptabel, dass die syrischen Behörden nicht die Botschaft geschützt haben“. Auch die schwedische Außenministerin Laila Freivalds warf Syrien vor, die Ausschreitungen zugelassen zu haben.

Die die heftigen Proteste auslösenden Karikaturen einer dänischen Zeitung zeigen den Propheten Mohammed unter anderem mit einem Turban in Form einer Bombe. Andere europäische Blätter hatten die Bilder nachgedruckt.

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