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Krisentreffen wegen deutschem Atomlager Asse

Wegen der Probleme im Atom-Versuchsendlager Asse II haben sich Forschungsministerin Annette Schavan, Umweltminister Sigmar Gabriel und dessen niedersächsischer Kollege Hans-Heinrich Sander am Dienstag in Berlin zu einem Krisengipfel getroffen.

Anlass sind überhöhte Strahlenwerte in Salzlauge in dem alten Bergwerk, in dem bis Ende der 70er Jahre schwach- und mittelradioaktiver Abfall eingelagert worden war.

Seit Jahren dringen große Mengen Wasser in das Lager mit rund 126.000 Fässern Atommüll ein. Es gilt als baufällig. Um es zu stabilisieren, werden ebenfalls bereits seit Jahren Hohlräume mit Salz aufgefüllt. Außerdem wird erwogen, es gezielt zu fluten. Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Salzlauge im Lager radioaktiv belastet ist. Die zulässigen Grenzwerte sollen um das Acht- bis Neunfache überschritten sein.

Das Lager war 1967 war als weltweit erstes unterirdisches Atomlager eröffnet worden. Es dient auch der Grundlagenforschung über Endlagerung und galt lange als eine Art Forschungs-Prototyp für ein nationales Endlager für hoch radioaktiven Müll im Salzstock Gorleben.

Die Grünen im Bundestag haben wegen der Pannen in Asse eine Aktuelle Stunde im Bundestag beantragt. “Die Bundesregierung duldet sehenden Auges den Atommüllskandal im niedersächsischen Asse”, erklärte Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck. Gabriel tue nichts zur Aufklärung, sondern lege die Hände in den Schoß.

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