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Krankenkassen erwarten heuer leichtes Plus

Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger
Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger ©APA
Die Krankenkassen erwarten für heuer ein leicht positives Ergebnis von 13 Millionen Euro. Die Prognose hat sich damit gegenüber den letzten Voranschlägen neuerlich verbessert.

Im Mai war man noch von einem Plus von sechs Mio. Euro ausgegangen, im Februar sogar noch von einem Minus von 41 Mio. Euro. Das Vorjahr haben die Kassen mit einen Überschuss von 50,9 Mio. Euro abgeschlossen.

Von den Gebietskrankenkassen erwartet nach den vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten Zahlen heuer nur mehr die Wiener ein Minus von 14,6 Mio. Euro. Die Burgenländer, die im Mai noch 1,6 Mio. Euro Verlust vorausgesagt hatten, rechnen jetzt mit einem Plus von 1,4 Mio. Euro. Einen Überschuss für heuer prognostizieren auch die Steirer (+21,6 Mio.), die Kärntner (+5,1 Mio.), die Salzburger (+3,7 Mio.) und die Oberösterreicher (+3,5 Mio.). Die drei anderen GKKs gehen von einer ausgeglichenen Bilanz aus. Rote Zahlen erwarten neben der WGKK auch die Versicherungsanstalten der öffentlich Bediensteten (-27,8 Mio.) und jene für Eisenbahn und Bergbau (-3,0 Mio.).

Krankenkassen leicht im Plus
Krankenkassen leicht im Plus ©APA

Der Vorsitzende im Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Alexander Biach, führt die positiven Zahlen vor allem auf die gute Konjunktur, aber auch auf die noch von der alten rot-schwarzen Regierung eingeleitet Gesundheitsreform zurück. So erfolge die Planung der Großgeräte und der Facharztstellen jetzt in den Zielsteuerungskommissionen gemeinsam mit den Ländern. Damit habe man den Kostendämpfungspfad schon um 700 Millionen Euro unterschritten – 400 Mio. die Krankenkassen und 300 Mio. die Länder, erläuterte Biach der APA.

Stark steigen werden heuer vor allem die Ausgaben für Heilbehelfe – und zwar voraussichtlich um 10,1 Prozent. Biach sieht hier als Grund die Leistungsharmonisierung, die für die Patienten häufig bessere Leistungen bringt und bisher Gesamtkosten von 84 Mio. Euro verursacht hat. Allein die zuletzt beschlossenen höheren Therapieleistungen (Psycho-, Physio-, Ergotherapie) und die Mundhygiene kosten 39 Mio. Euro. Letzteres ist auch ein Grund dafür, dass die Ausgaben für Zahnbehandlung heuer um 4,3 Prozent steigen.

(APA)

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