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Kraft schöpfen aus positiven Erlebnissen

Schwarzach - "Safety Tour" nennt sich in "coolem" Englisch das, was sich heute zum wiederholten Mal im Gelände vor der Lustenauer Rheinhalle abspielen wird.

Man sagte auch schon Sicherheitsolympiade für Kinder dazu. Aber egal welchen Namen die Aktion trägt – sie ist wertvoll gleichwohl wie gesellig und spannend. Weil 200 Volksschul-Viertklässlern aus dem ganzen Land das Thema Sicherheit nahegebracht wird. Weil die Kinder dabei nicht nur einen Riesenspaß haben, sondern fürs Leben und vor allem für ihre Sicherheit lernen.

Spielerisch lernen

Bereits zum achten Mal ist der Rankweiler Arthur Weber Regisseur der Veranstaltung. Und der Mitarbeiter der Landeswarnzentrale freut sich auf die „Safety Tour“ fast genauso wie seine jungen Kundschaften. „Die Kinder sind mit einer totalen Begeisterung bei der Sache. Sie vergessen diesen Tag nie. Und sie vergessen auch nicht, wie man sich in bestimmten gefährlichen Situa­tionen richtig verhält.“ Den Kleinen wird einiges geboten. Sie sehen Hubschrauber, ­machen spannende Übungen, lernen spielerisch, worauf es in Sachen Selbstschutz ankommt. Arthur Weber organisiert das Spektakel bereits zum achten Mal. Die zehn für den Landesbewerb qualifizierten Klassen ermitteln auch einen Sieger, der dann beim Bundeswettbewerb teilnehmen darf.

Bewusstsein

Es sind schöne Momente im Leben eines passionierten Sicherheitsprofis, dem gerade die Kinder am Herzen liegen. „Kinder als Opfer eines Unfalls sind die schlimmsten Momente für einen Retter. Wenn man das, wie ich, selber erlebt hat, dann trägt man gerne dazu bei, den Kleinen ein Sicherheitsbewusstsein zu vermitteln“, verweist Arthur Weber auf persönliche Erfahrungen. Gerne berichtet der 54-Jährige auch von positiven Erlebnissen. „Da gab es einmal einen Bub, der sich als Passant bei einem Unfall vorbildlich verhielt und alles richtig umsetzte, was er bei der Sicherheitsolympiade gelernt hat.“

Balanceakt

Für Arthur Weber selbst wurde das Retten von der Berufung zum Beruf. Rettungsschwimmer, Rettungstaucher, Unfallambulanz, Rettungs-und Feuerwehrleitzentrale und jetzt Landeswarnzentrale – der gelernte Elektrotechniker fand den Weg vom ehrenamtlichen Helfer zu einem führenden Koordinator des Vorarlberger Katastrophen-einsatzwesens fast zwangsläufig. „Meine Tätigkeit ist eine permanente Charakter-und Persönlichkeitsschulung. Eine perfekte Mischung zwischen Beschäftigung mit Menschen und Technik“. Noch dazu ein ständiger Balanceakt zwischen dem Umgang mit Tragödien und Erfolgserlebnissen. Und weil ein in der Rettungsbranche Tätiger vor allem aus Letzterem Kraft schöpft, freut sich Arthur Weber auf den heutigen Tag.

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