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Kräftig am Rad gedreht

Alexander Steurer (M.) bringt die Simplon-Rennmaschine des Hohenemsers Matthias Brändle (l.) mit rosa Aufklebern in den passenden „Giro-Look“. Das ist Teil der NetApp-Video-Berichterstattung.
Alexander Steurer (M.) bringt die Simplon-Rennmaschine des Hohenemsers Matthias Brändle (l.) mit rosa Aufklebern in den passenden „Giro-Look“. Das ist Teil der NetApp-Video-Berichterstattung. ©Privat
Hard - (VN-akp) Alexander Steurer aus Sibratsgfäll war als Mechaniker beim Giro d’Italia dabei.

Vom 5. bis 27. Mai lebt Italien drei Wochen lang in einer Welt in Rosa. Der Giro d’Italia ist nach der Tour de France das bedeutendste Radrennen der Welt und zugleich das größte Sportereignis des Landes. Ganz Italien steht am Straßenrand, um die Profis anzufeuern, die auf insgesamt 3500 Kilometern um das rosa Führungstrikot kämpfen. „Die Tifosi haben eine ungeheure Leidenschaft für den Radsport, sie machen das Sport­event zu etwas ganz Außergewöhnlichem,“ beschreibt der gebürtige Sibratsgfäller Alexander Steurer die Atmosphäre. „Von der Klosterschwester über den Finanzbeamten bis zu den Schülern stehen alle auf der Straße. In jedem Café läuft der Giro im Fernsehen, jeder spricht davon.“

Zum fünften Mal beim Giro

Der 34-Jährige begleitete zum fünften Mal eine Profi-Equipe als Mechaniker bei der Italien-Rundfahrt, dieses Mal allerdings nur eine Woche lang. Nachdem er von 2005 bis 2007 hauptberuflich für das deutsche Profiteam Gerolsteiner gearbeitet hatte und auch drei Mal bei der Tour de France dabei war, arbeitet er seit 2008 beim Harder Radhersteller Simplon. Dort ist er für den technischen Kundendienst und den Teamsupport zuständig. Das deutsche Team NetApp, dessen Fahrer Simplon mit Rennmaschinen ausstattet, erhielt heuer als eines von nur vier Zweitliga-Mannschaften eine Einladung zur dreiwöchigen Italien-Rundfahrt. Mit dabei ist mit dem Hohenemser Matthias Brändle auch ein Vorarlberger. Der 22-jährige Profi fährt den Giro zum zweiten Mal nach 2010 und freute sich über die Ländle-Unterstützung in der ersten Woche. Einbruch in Teambus „Viele Fahrer sind nervös, Matthias ist dagegen sehr entspannt. Nicht einmal vom Einbruch in den NetApp-Teambus, als seine Ersatzkleidung mitsamt Schuhen gestohlen wurden, bringt ihn aus der Ruhe“, so Steurer. In der ersten Rennwoche war der 34-Jährige zum Rennauftakt vor Ort. Unter anderem, um das Rahmendesign dem Giro anzugleichen. „Wir haben rosa Sticker mit dem Spruch ‚Proud to ride the Giro 2012‘ an allen 18 Rennmaschinen angebracht. Auch eine rosa Sonderedition der NetApp-Trikots wurde angefertigt. Außerdem haben wir ein Video gedreht, bei dem ich den neuesten Aero-Rahmen von Simplon vorgestellt habe. Der Salzburger Daniel Schorn fährt ihn beim Giro“, erklärt Steurer. „Für Simplon ist der Giro ein super Testfeld. Wir bekommen wertvolles Feedback von den Profis, denn das Material wird unter härtesten Bedingungen getestet. Gleichzeitig ist es für unser Unternehmen eine großartige Werbeplattform“, erklärt der Wahl-Dornbirner. Der neue Aero-Rahmen wird Anfang September auf der Eurobike in Friedrichshafen, der weltweit größten Radmesse, präsentiert.

Sprint der Mechaniker

Auch als Mechaniker im Begleitfahrzeug war Steurer im Einsatz. „Das war Adrenalin pur. Bei einem Sturz heißt es auch für uns zu sprinten und möglichst schnell mit den Ersatzlaufrädern beim Fahrer zu sein. Da schießt der Puls schon auf 200 hoch“, gesteht der leidenschaftliche Hobby-Radfahrer. Er hat es genossen, wieder einmal Rennluft zu schnuppern. „Der Radsport ist eine große Familie, der Zusammenhalt ist enorm. Die Mechaniker helfen sich bei Bedarf mit Material untereinander aus – in welchem Sport gibt es das sonst“, so Steurer. „Der Giro hat noch mehr Flair und Charisma als die Tour de France, es ist ein Gefühl von Dolce Vita“, schwärmt er. Spätestens bei der Königsetappe am 26. Mai auf das Stilfserjoch reist er den Helden der Landstraße wieder nach – dieses Mal als Fan.

Zur Person

Alexander Steurer

War zum fünften Mal beim Giro d‘Italia als Team-Mechaniker dabei.

Geboren: 22. Oktober 1977

Wohnort: Dornbirn

Beruf: Technischer Kundendienst und Teamsupport bei Simplon in Hard

Hobbys: Skitouren, Skifahren, Mountainbiken, Rennrad fahren

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