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Kostunica: Kosovo wäre Nato-Marionettenstaat

Sollten die USA die Ausrufung einer Unabhängigkeit des Kosovo zulassen, so würde dies die Errichtung eines NATO-Marionettenstaates bedeuten.

Diese Ansicht vertritt des serbische Premier Vojislav Kostunica. „Würden die USA entscheiden, den albanischen Separatisten eine einseitige Ausrufung der Unabhängigkeit zu erlauben, so wird klar werden, warum die NATO (im Frühjahr 1999, Anm.) Serbien bombardiert hat und warum die NATO-Truppen in den Kosovo eingerückt sind“, erklärte der Premier in einer Aussendung seines Kabinetts vom Donnerstag.

Belgrad widersetzt sich einer Unabhängigkeit des Kosovo und lehnte im Frühjahr auch den Status-Vorschlag des UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari ab. Dieser hatte nach 15-monatigen Verhandlungen eine “überwachte“ Unabhängigkeit für den Kosovo vorgeschlagen. In einem solchen Staat würde die NATO entsprechend dem Annex 11 des Status-Vorschlages zur obersten Gewalt werden, meint der serbischen Premier. Für ihn ist auch der Begriff “überwachte Unabhängigkeit“ strittig. „Die Überwachung und die Unabhängigkeit sind zwei Begriffe, die sich wechselseitig ausschließen“, so Kostunica. Der serbische Außenminister Vuk Jeremic ist unterdessen im UNO-Sitz in New York bemüht, die Standpunkte Belgrads erneut zu präsentieren.

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