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Kostümtrends im Fasching 2002

Can-Can-Rüschen und Fantasy - Ganz im Trend liegen im Fasching 2002 Kostüme aus Filmen, z.B. Rüschen wie in "Moulin Rouge".

„Moulin Rouge“, „Harry Potter“ und ein bisschen „Herr der Ringe“: Diese Filme scheinen die richtigen Ideengeber für die Kostümkreationen des diesjährigen Faschings sein. Um für die Feste in der Narrenzeit das richtige Styling zu finden, muss man sich entweder ins rot-schwarze Mieder und in den reizvollen Rüschenrock werfen oder die Rüstungen, Elfenohren oder Zauberhüte anlegen.

„Wir haben für diese Kostüme laufend Nachfrage. Die Leute kommen immer wieder und fragen, ob wir Kleider aus den aktuellen Kinofilmen haben“, erklärte Peter Hofer, Geschäftsführer des Familienunternehmens Lambert Hofer, im Gespräch mit der APA. Im Grunde genommen sei alles unter den rund 100.000 Kostümen und den zahlreichen Accessoires des Verleihers zu finden. „Und sollte die Anfrage nach einem bestimmten Gewand sehr groß sein, überlegen wir, ob wir es extra anfertigen oder nicht“, sagte Hofer. Wegen der großen Auswahl verbringen die Leute oft bis zu einen halben Tag im Fundus. „Und die Frauen gehen sehr gerne mit ihren Männern mit, damit ja das Passende gefunden wird“, erzählte der Verleiher.

Keinen Einzug in das Lambert-Hofer-Repertoire hielten z.B. die Teletubbies. „Zuerst war es ein regelrechter Boom und jetzt spricht kein Mensch mehr darüber“, erzählte der Unternehmer. Kleider im französischen Can-Can-Stil habe Peter Hofer bereits lange im Fundus, da sie einmal für österreichische Filmaufnahmen gebraucht wurden. „Und die werden auch noch öfter gebraucht, aber was mach ich mit Teletubby-Figuren?“, so der Kostümverleiher.

Außerdem gebe es bei der Anfertigung manchen Kostümen Probleme. „Einige Figuren sind rechtlich geschützt“, erklärte Hofer. Deswegen haben es die Serienpuppe Alf und die Comicfigur Batman nicht in die „Kollektion“ von Lambert Hofer geschafft: „Wir können uns dem Kostüm nur annähern, kopiert werden darf es nicht.“

Nähen, Ändern, Anpassen – in der Faschingszeit sei, auch wegen des Opernballs, einiges zu tun. „Die Nerven liegen schon zeitweise blank“, meinte Hofer. „Aber wir sind es gewohnt.“ Trotzdem sei diese Zeit für den Kostümverleiher keine Hauptsaison. „Diese liegt wegen der Ausstattung diverser Sommerfestspiele eher im Mai, Juni und Juli“, erklärte der Unternehmer. Dennoch werde in der hektischen Zeit nicht mehr Personal aufgenommen. 30 Mitarbeiter bewältigen, ob Hektik oder nicht, die gesamte Arbeit. „Es zahlt sich nicht aus, mehr Helfer zu engagieren. Weil unsere Leute sind eingespielt, erfahren und gut“, so Hofer.

Für die „einmalige Verwendung“ eines Kostüms muss 600 Schilling (43,6 Euro) aufwärts gerechnet werden. „Der Preis richtet sich nach der Art der Kleidung. Die Reinigung und Änderungen sind in diesen Kosten enthalten“, erklärte Hofer. Werde ein Kostüm beschädigt oder ein Accessoire verloren, hafte der Ausleiher dafür. „Aber das kommt selten vor“, so der Unternehmer. Dass das Ausgeborgte nicht mehr zurück gebracht wurde, kam auch schon öfters vor. „Einmal hat einer aus Geldmangel das Kleid verkauft. Und einmal hat sich einer von seiner Freundin getrennt, und die hat dann das Kostüm aus Wut weggeworfen“, erzählte Hofer.

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