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Kosovo: Neuer UNO-Chefverhandler erwartet

In Belgrad wird eine "seriöse Revision" der gesamten Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo, einen neuen UNO-Chefverhandler mit eingeschlossen, erwartet.

Dies erklärte der Berater des serbischen Ministerpräsidenten, Slobodan Samardzic, der seit Jahresbeginn als einer der Leiter des Belgrader Verhandlerteams bei den Wiener Gesprächen über technische Fragen fungiert, gegenüber Medien.

Der kosovarische Ministerpräsident Agim Ceku warf unterdessen „einigen Kräften in Belgrad“ vor, auf die Karte des Verfassungsreferendums und der Neuwahlen zu spielen, um die Fristen für die Lösung der Kosovo-Frage aufzuschieben. Samardzic zufolge würde die „Revision“ des Verhandlungsprozesses eine „andere Methodologie und eine andere Leitungsweise der Verhandlungen“ bedeuten. Erwartet werde auch ein anderer UNO-Chefverhandler und ein seriöser Prozess, welcher zu einer Kompromisslösung führen könnte, was Serbien, aber auch die Kontaktgruppe zum Ziel hätten, sagte Samardzic. Für den Berater des serbischen Regierungschefs steht „fest, dass es bis zum Jahresende keine neue Resolution des UNO-Sicherheitsrates zum Kosovo“ geben werde. Einzelne Menschen aus der Kontaktgruppe seien der Ansicht, dass man nach der Neuwahl und der Bildung einer neuen Regierung in Serbien die „Lösung (für den Kosovo) irgendwann zu Beginn des Jahres 2007 wird aufzwingen können“, räumte Samardzic ein.

Während das offizielle Belgrad um den Verbleib des Kosovo in Serbien bemüht ist und aus diesem Grund vor zehn Tagen vom Parlament auch eine neue Verfassung verabschiedet wurde, in der die UNO-verwaltete Provinz als ein Bestandteil Serbiens mit substanzieller Autonomie definiert wurde, ist der einstige serbische Vizepremier Cedomir Jovanovic von der Unabhängigkeit des Kosovo überzeugt. Die Provinz sei schon seit sieben Jahren von Belgrad unabhängig.

„Sie wird zu einem neuen Staat auf dem Balkan werden. In welchem Ausmaß dies geschehen wird, hängt von politischen Umständen und der Entschlossenheit der Staatengemeinschaft ab, auf der neuen Lösung auszuharren. Immerhin wird das zum schmerzlichsten Thema für Serbien werden“, sagte Jovanovic gegenüber einem Belgrader TV-Sender unter Hinweis darauf, dass er darunter die Beziehungen Serbiens zum neuen Nachbarn versteht.

Die Bürger Serbiens sollen sich am 28. und 29. Oktober bei einem Referendum zur neuen Verfassung äußern. Sie muss von mindestens 50 Prozent aller Stimmberechtigten unterstützt werden.

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