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Kosovo: KFOR Gewaltanwendung erlaubt

Der Kommandant der KFOR-Truppen im Kosovo, der deutsche General Holger Kammerhoff, hat seinen Soldaten angesichts der Unruhen grünes Licht zur Anwendung von Gewalt gegeben.

Er habe seine Untergebenen angewiesen, den Schutz der Bevölkerung und den Schutz der Soldaten notfalls auch „mit angemessener Gewalt” durchzusetzen, erklärte Kammerhoff am Donnerstag in Pristina.

Die Bewegungsfreiheit für alle Bewohner des Kosovo müsse wiederhergestellt werden. Kammerhoff befehligt 17©000 Soldaten der Kosovo-Friedenstruppe KFOR.

Unterdessen kamen in Nis rund 5000 Menschen, zumeist Jugendliche, zu einer Protestkundgebung zusammen. Die Demonstration verlief trotz starker nationalistischer Töne und Aufforderungen wie „Gebt uns Waffen, wir gehen in das Kosovo” doch ruhig.

Demonstrationen in Belgrad

In Belgrad demonstrierten mehrere zehntausend Albaner und Serben gegeneinander. Serben riefen zum Mord an Albanern auf. In Pristina versammelten sich Zehntausende im Zentrum und riefen nach der aufgelösten albanischen Untergrundarmee UCCK.

In der geteilten Stadt Kosovoska Mitrovica durchbrachen Albaner erneut eine Sperre der UNO-Polizei und drangen in serbische Stadtteile vor. Erst der Einsatz der internationalen Schutztruppe KFOR konnte die aufgebrachten Demonstranten zerstreuen.

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