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Kosovo: Ex-Kulturminister von UNO-Tribunal zu Haftstrafe verurteilt

Der frühere kosovarische Kulturminister Astrit Haraqia ist am Mittwoch vom UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien (ICTY) wegen Missachtung des Gerichts zu einer fünfmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Sein früherer Mitarbeiter Bajrush Morina kam mit drei Monaten davon.

Das Tribunal hatte Anfang des Jahres die beiden Kosovo-Albaner der Einschüchterung eines Zeugen im Prozess gegen den früheren Premierminister Ramush Haradinaj angeklagt.

Laut Tribunalsanklage hatte Haraqia, der in Pristina (Prishtina) auch ein Komitee zur Verteidigung Haradinajs anführte, im Juli 2007 seinen Berater Morina nach Norwegen geschickt, um in Oslo mit einem geschützten Zeugen im Prozess gegen Haradinaj in Kontakt zu treten. Morina, Redakteur der Tageszeitung “Bota sot” und Berater des Kulturministers, war demnach bemüht, den Zeugen zu überreden, im Prozess gegen den Parteichef der “Allianz für Zukunft” (AAK) nicht auszusagen. Der Zeuge beugte sich dem Druck jedoch nicht und sagte später im Prozess aus.

Das Haager Tribunal sprach Haradinaj Anfang April in allen Anklagepunkten frei. Die Anklage hatte dem ehemaligen UCK-Kommandanten Haradinaj Kriegsverbrechen in der Region um Pec und Decani im Westen des Kosovo im Sommer 1998 vorgeworfen. Das Berufungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

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