Korridorvignette: Projekt startet am 1. September

Hörbranz/Hohenems - Ab dem ersten September 2008 soll die umstrittene Korridorvignette zwischen dem 23 Kilometer langen Abschnitt zwischen Hörbranz und Hohen­ems in Kraft treten.  Korridorvignette

Das Ziel: Eine Verkehrsentlastung für den Großraum Bregenz. Die Asfinag habe alle Bauarbeiten abgeschlossen; das Projekt sei planmäßig auf Schiene. „Von unserer Seite aus gibt es grünes Licht“, erklärte gestern Walter Riepler, Geschäftsführer der Asfinag Maut Service. Zeitlich begrenzt soll das österreichweit einzigartige Projekt nach wie vor bleiben: Spätestens mit der Fertigstellung der zweiten Pfändertunnelröhre soll die Korridorvignette ad acta gelegt werden. „Wir gehen davon aus, dass mit der zweiten Tunnelröhre genug Kapazität geschaffen wird, um Bregenz ausreichend zu entlasten – auch ohne Korridorvignette“, sagte Riepler. Sollte der erwünschte Effekt nicht eintreten, werde auch eine vorzeitige Beendigung des Projektes ins Auge gefasst.

Verlustgeschäft

Eine begleitende Studie soll die wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Auswirkungen eruieren; mit den ersten Ergebnissen wird im März 2009 gerechnet. Wieviel Vignetten die Asfinag pro Tag verkaufen wird, kann derzeit jedenfalls nur geschätzt werden. Dietmar Kappl, Projektleiter der Asfinag, rechnet mit ungefähr 500.000 verkauften ­Korridorvignetten pro Jahr – mit Spielraum nach oben. „Das wird auf jeden Fall nicht das große Geschäft für die Asfinag“, betont Kappl. Denn neben den Projektkosten von ungefähr 2,5 Millionen Euro, mache die Asfinag durch die Korridorvignette Schätzungen zufolge rund 1,3 bis 1,8 Millionen Euro Verlust – befürchtet man doch wesentlich weniger verkaufte Zehn-Tages-Vignetten. Die einfache Fahrt von Hörbranz nach Hohenems soll zwei Euro kosten; vier Euro inklusive Rückfahrt. Die Gültigkeit des Tickets wiederum ist auf 24 Stunden begrenzt. „Das war eine politische Entscheidung“, betont Kappl. Immerhin sei die Korridorvignette bewusst für eine gewisse Klientel eingeführt worden.

Projekt fertiggestellt

Der Verkauf der Korridorvignette erfolgt am Beginn und am Ende eines Korridors – also am Grenzübergang Hohenems / Diepoldsau, sowie Hörbranz. Beide Verkaufsstationen sind bereits fertig gebaut; die Verkaufsautomaten seien einsatzbereit. Das Angebot werde durch weitere Vertriebsstellen rund um den Korridor erweitert und nach Anlaufen des Projektes gegebenenfalls angepasst.

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