Korea: Ministergespäche geplatzt

Nach der Aufnahme von knappp 470 nordkoreanischen Flüchtlingen durch Südkorea hat Nordkorea geplante Gespräche zwischen beiden Ländern in dieser Woche platzen lassen.

In einer Erklärung bedauerte das Vereinigungsministerium in Seoul, dass die 15. Ministerrunde über eine Verbesserung der Beziehungen nicht wie vereinbart am Dienstag in der südkoreanischen Hauptstadt beginnen könne. Zugleich rief es Nordkorea auf, die Gespräche „so früh wie möglich aufzunehmen, um innerkoreanische Fragen zu erörtern“. Es sei wichtig, die innerkoreanischen Abkommen über Kooperationsprojekte vollständig umzusetzen.

Zwei Ereignisse hatten zuletzt für Verstimmung in Nordkorea gesorgt. In der vergangenen Woche warf Nordkorea der Regierung in Seoul wegen der Einreise der bisher größten Gruppe nordkoreanischer Überläufer, die nach Südkorea gekommen war, Entführung und „Terrorismus am hellichten Tage“ vor. Zuvor hatte Pjöngjang bereits mit der Absage von Gesprächen über verschiedene Kooperationsprojekte auf die Weigerung Seouls reagiert, Mitglieder privater Gruppen aus Anlass des zehnten Todestages des früheren nordkoreanischen Staatschefs Kim Il Sung am 8. Juli nach Nordkorea reisen zu lassen.

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