Kooperation im südlichen Rheintal

Die 14 Gemeinden des südlichen Rheintals bekennen sich zur gemeinsamen Entwicklung der Region.
Die 14 Gemeinden des südlichen Rheintals bekennen sich zur gemeinsamen Entwicklung der Region. ©Dietmar Mathis

“Vision Rheintal”-Projekt mit Schwerpunkt Betriebsgebietsentwicklung gestartet.

Zwischenwasser. Die Gemeinden des südlichen Rheintals wollen künftig noch intensiver zusammenarbeiten. Das haben die Bürgermeister vergangene Woche in Batschuns beschlossen. Ein nächster Schwerpunkt ist die Entwicklung der Betriebsgebiete in der Region. Basierend auf einem gemeinsam zu erarbeitenden Zielkatalog, werden konkrete Maßnahmen entwickelt. Um die Lebensqualität auf lange Sicht zu erhalten, braucht es den Blick über die Gemeindegrenzen. Davon sind die 14 Bürgermeister der Gemeinden zwischen Klaus und Feldkirch überzeugt. Und dass die gemeinsame Sicht auf die Betriebsgebietsentwicklung wesentlich ist.

“Kooperatives Vorgehen”
Im Rheintal gibt es nur wenige hochwertige Standorte für Betriebsgebiete. “Ein kooperatives Vorgehen ermöglicht eine optimale Nutzung, reduziert unerwünschte räumliche Entwicklungen und stärkt damit unsere Position im europäischen Wettbewerb der Regionen”, sagt Projektleiter Martin Assmann von Vision Rheintal. Auch der faire Ausgleich zwischen den Gemeinden ist Inhalt des Projekts.

Zum Nutzen aller
Vor diesem Hintergrund haben in Batschuns die 14 Bürgermeister des südlichen Rheintals ein Übereinkommen zur gemeinsamen Entwicklung eines regionalen räumlichen Konzepts mit dem Schwerpunkt Betriebsgebietsentwicklung getroffen. Neben dem Fokus auf die Betriebsgebietsentwicklung werden aber auch die Themen Freiraum, Erholung, Mobilität und Wohnen wichtiger Bestandteil des Konzeptes sein. “Die gemeinsame Entwicklung der Betriebsgebiete ist eine große Chance für alle beteiligten Gemeinden”, ist “Regio Vorderland”-Obmann Josef Mathis überzeugt. “Im Projekt geht es nun darum, die unterschiedlichen Bedürfnisse zwischen großen und kleinen sowie Hang- und Talgemeinden zu berücksichtigen. Dass dies nur in einem ergebnisoffenen Planungsprozess ablaufen kann, liegt auf der Hand. Das Thema Regionale Betriebsgebiete ist nicht neu. Erstmals wurde dieses Thema im Rahmen des Leitbildprozesses Vision Rheintal vertieft. In dem zwischen 2004 und 2006 ausgearbeiteten räumlichen Leitbild wurden Eignungsbereiche für die Entwicklung von Betriebsgebieten auswiesen. Die gute Erreichbarkeit, ausreichend Platz für Expansion, keine Wohnnachbarschaften in unmittelbarer Nähe und keine Bedrohung durch Naturgefahren waren dabei wichtige Beurteilungskriterien.

“Wille ist spürbar”
Der Leiter der Landesraumplanungsstelle, Wilfried Bertsch, freut sich über die kooperative Bewegung, die jetzt auch im südlichen Rheintal entstanden ist: “Der Wille in der Region ist spürbar, ein gemeinsames räumliches Entwicklungskonzept mit Schwerpunkt Betriebsgebiete zu schaffen. Das Projekt bietet auch gleichsam die Chance, neue Möglichkeiten des Ausgleichs zwischen den Gemeinden zu definieren.”

Quelle: VN-Heimat

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