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Kontrolle ohne Kabel: 360 Wheel

Die meisten Racegames für Konsolen lassen sich gut mit dem Controller steuern. Rennpuristen schwören auf Lenkräder. Für die 360 ist nun ein cooler Lenkradcontroller auf dem Markt. 

Es soll sogar Freaks geben, die sich für 1500 Euro einen kompletten Race-Sitz samt Recaro-Schale kaufen. Für nur einen Bruchteil dieses Betrages ist für Microsofts Powerkasten nun mit einem edlen Lenkrad zu steuern – kabellos, versteht sich. Dabei spielt das hervorragend verarbeitete Lenkrad mit den etwas dürftig wirkenden Pedalen alle Stückchen: Ein richtig knackiger Force Feedback Modus ist mit an Bord, wenn man das Lenkrad mittels Netzteil mit dem Stromnetz verbindet. Ansonsten kommt das Teil rein mit den mitgelieferten Akkus aus, bietet aber auch einen netten Rumble-Effekt. Dabei kann das Akkupack der normalen Controller im Wireless Wheel verwendet werden.


Need for Speed Carbon, Project Gotham Racing 3, die Liste der Rennspiele für die Xbox 360 ist mittlerweile recht lang, doch eines fehlte bislang – eine adäquate Möglichkeit, die Spiele zu steuern. Leider unterstützen derzeit lediglich Project Gotham Racing 3 sowie Need for Speed Carbon echtes Force Feedback. PGR3 habe ich mit dem Lenkrad getestet. Demnächst soll übrigens das neue Forza diese Palette erweitern.


Abenteuer gleich nach dem Kauf: Eine aufwändige Verpackung stellt den geneigten Racegamefan vor eine ordentliche Herausforderung – hat man sich durch die Unmengen Karton und Plastik gewühlt, liegen schließlich das Lenkrad, Gas- und Bremspedal sowie eine Halterung zur Befestigung des Lenkrads an einem Tisch vor einem. Die Halterung ist mit einem kräftigen Druck an einem Tisch zu befestigen, Vorsicht ist dabei bei druckempfindlichen Oberflächen geboten, wenn das Wheel keinen bleibenden „Eindruck“ hinterlassen soll. Im übrigen eignet sich der durchschnittliche Couchtisch ohnehin nicht für ein ungetrübtes Race-Erlebnis, da die Position zu tief ist. Aber auch auf den Knien macht das Wheel eine gute Figur: Dank seines Eigengewichts und der ergonomischen Form liegt es sicher auf den Knien auf. Die Pedale sind zwar sehr leicht, aber sind relativ rutschfest, für meinen Geschmack hätte eine Metallplatte als Gewicht zum Beschweren allerdings nicht geschadet. Verarbeitet ist das im Xbox 360 weiß und grau gehaltene Lenkrad sehr sauber und liegt toll in der Hand. Das Gehäuse wirkt dagegen leider etwas klapprig.


Für einen richtigen Racegamer ist natürlich ein Rumble oder besser noch Forcefeedback Effekt das um und auf an einem guten Lenkrad. Die Rumble Funktionen sind angemessen, die Kraft der Force Feedback Motoren könnte knackiger sein. Für den Durchschnitt der Gamer kommt die Wirkung der Effekte recht gut hin, aber ich hätte mir einen spektakuläreren Bums gewünscht, wenn ich den Wagen in die Leitplanke setze. Die Steuerung bei Project Gothham Racing überzeugt allerdings, setzt aber ordentlich Arm-Arbeit voraus. Wer den Dreh damit raus hat, für den machen Racegames erst so richtig Spaß, etwas Einarbeitungszeit vorausgesetzt.


Fazit:


Das Wireless Racing Wheel ist ab sofort für 129,90 € UVP im Handel erhältlich. Obwohl konkurrenzlos, wurde hier ein sauberes Produkt abgeliefert, das zudem recht preiswert ist. Besonders mit dem demnächst erscheinenden neuen Forza kann das Wheel seine Stärken ausspielen. Gamer, die nur ab und zu ein Racegames zwischendurch zocken, können auch mit der meist hervorragend auf den Controller angepassten Steuerung gut leben und sparen sich die knapp 130 Euro wohl.


Empfehlung:

Vielzocker stoßen mit an sich guten und zuverlässigen Akkupacks der Controller, die auch im Wireless Racing Wheel verwendbar sind, rasch an die Grenzen der Kapazität. Gerade für den Einsatz im Racingwheel empfehle ich daher den Quickcharger, der mit einem Ersatzakku ausgeliefert wird. Das Teil ist im Design der 360 gehalten, ist aber dank seiner kompakten Größe im TV-Regal recht unaufdringlich. Was die Leistung des Chargers anbelangt, so kann gesagt werden, dass die beiden maximal gleichzeitig einlegbaren Akkus damit nicht nur schnell geladen sind, sondern auch gut gepflegt werden. Den Ladevorgang ist flott und wird an der Front des Chargers mit zwei Leuchtdioden angezeigt, welche grün leuchten, wenn die Akkus voll sind. Ein echter Geheimtip für 360er Vielzocker!

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