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Kontrastreiche "Bluthochzeit" im Vorarlberger Landestheater

Schauspiel mit Musik nach einer Tragödie von Frederico Garcia Lorca feierte erfolgreiche Premiere.
Schauspiel mit Musik nach einer Tragödie von Frederico Garcia Lorca feierte erfolgreiche Premiere. ©LT/Köhler
Kontrastreich inszeniert feierte die Tragödie "Bluthochzeit" von Federico Garcia Lorca am Dienstagabend am Landestheater in Bregenz eine eindrucksvolle Premiere. Das Publikum dankte für einen Abend mit starken poetischen Bildern mit lang anhaltendem Schlussapplaus. Das Ensemble und Intendant Alexander Kubelka nutzten den Abend auch für ein politisches Statement zur Situation in Frankreich.

Die Geschichte handelt von einem Hochzeitsfest, auf dem Menschen zusammentreffen und lang unterdrückte Gefühle hervorbrechen. So heftig, dass die Feier am Ende in einem blutigen Kampf endet. Gesellschaftliche Zwänge werden sichtbar, aus denen sich Menschen nicht befreien können oder wollen. So versuchen etwa die Männer die Frauen in traditionelle Rollenbilder zu pressen – doch diese reagieren selbstbestimmt und dominant.

Souverän und fokussiert präsentiert sich dabei Charlotte Schwab als Mutter des Bräutigams. Ebenfalls hervorzuheben ist die intensive und vielschichtige Darstellung des Vaters der Braut durch Otto Kukla.

Gesamtkunstwerk von Lorca

Mit “Bluthochzeit” versuchte Lorca – der meistübersetzte spanische Lyriker und Theaterautor des 20. Jahrhunderts – ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, in dem er verschiedene Theater-Elemente verbindet. Regisseurin Sigrid Herzog trägt diesem Ansatz Rechnung und inszeniert das Werk mit einem Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Musikern sowie einer eigens komponierten Musik von Benedikt Brachtel – bestens umgesetzt von Valeriva Kachuroyskava am Klavier gemeinsam mit den Vorarlberger Musikern des ensemble plus. Im Kontrast zur Schwere der Geschichte steht das einfache, durch viele kleine weiße Stoff-Stücke luftig leicht wirkende Bühnenbild von Simone Grieshaber.

Intendant Kubelka eröffnete die Premierenfeier im Anschluss an die Aufführung mit folgenden Worten: “Wenn Morden, Töten und mittelalterliche Gewohnheiten Europa einholen, braucht es so einen Abend – wohltuend uneitel und beseelt. Das Theater zeigt uns den Wert des Lebens und was der gewaltsame Tod eines Menschen für den nächsten bedeutet”.

“Massen in Paris geben mir Hoffnung”

Die Mitwirkenden aus den verschiedenen Bereichen der Produktion wählten für ihre Botschaft an das Publikum ein Beiblatt, das dem Programm beigelegt war. Darauf gab es Statements zu lesen, übertitelt mit “Aus gegebenem Anlass – Unsere Gedanken zur Welt außerhalb des Theaters.” Unter anderem hieß es da: “Masse macht mir meist Angst, aber die Massen in Paris, die mit Stiften und Blumen ein Zeichen für Freiheit und Gemeinschaft setzen, geben mir Hoffnung.” (Bettina Werner, Kostüme)

“Bluthochzeit”. Schauspiel mit Musik nach einer Tragödie von Federico García Lorca. 100 Minuten, keine Pause. Weitere Vorstellungen: 15. Jänner, 10., 13., 20., 25. und 27. Februar, jeweils 19.30 Uhr. Karten: 05574/42870-600, www.landestheater.org.

(APA)

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