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König von Kanada

Michael Schumacher hat durch seinen sechsten Sieg auf seiner Paradestrecke in Montreal bei Halbzeit dieser Saison die WM-Führung übernommen.

Der fünfmalige Formel-1-Weltmeister gewann am Sonntag auf dem Circuit Gilles Villeneuve vor den beiden Williams-BMW von Bruder Ralf und Juan Pablo Montoya. Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) wurde Sechster, damit kommt Schumacher mit drei Punkten Vorsprung zu seinem Heim-GP in zwei Wochen auf dem Nürburgring. In der WM-Wertung liegt Titelverteidiger Schumacher nach dem insgesamt 68. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere und dem vierten Saisonsieg mit 54 Punkten vor dem Finnen (51 Punkte), der in Montreal aus der Boxengasse gestartet war. Dritter ist der Spanier Fernando Alonso (34) vor Ralf Schumacher (33).

Beim vierten Doppelerfolg der Schumachers gewann Michael nach 70 Runden und 305,270 km auf dem 4,361 km langen Stop-und go-Kurs in 1:31:13,591 Stunden. Der 34-Jährige lag bei einem der engsten Rennausgänge nur 0,7 Sekunden vor Ralf und 1,3 Sekunden vor dessen Teamkollegen und Monte-Carlo-Sieger Juan Pablo Montoya. Starker Vierter war Fernando Alonso, der im Renault auch die schnellste Rennrunde fuhr.

Um den sechsten Sieg in Kanada musste Schumacher aber enorm kämpfen. Sein Bruder Ralf nutzte seinen Startplatz eins und ging zunächst als Führender vor seinem Teamkollegen Montoya in die erste Kurve. Der Kolumbianer sorgte aber schon Ende der zweiten Runde für die erste Aufregung, als er nach einem Dreher vom zweiten auf den fünften Rang zurückfiel.

Michael Schumacher rückte dadurch auf Platz zwei vor und jagte von da an seinen Bruder vor sich her. Der „kleine Schumi“ hielt den Angriffen des Weltmeisters lange Zeit stand, ehe der seinen Parade-Trick anwendete. Ralf Schumacher kam Ende der 20. Runde zum ersten Mal an die Box, Michael eine Runde später und prompt vor Ralf wieder auf die Strecke. Verblüffend dann: Obwohl Michael beim zweiten Stopp länger benötigte als sein Bruder, behielt er trotzdem die Führung.

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