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Kongo-Krise - Angst vor Cholera-Epidemie wächst

Der Ausbruch von Cholera in einem Flüchtlingslager im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich auf die Provinzhauptstadt Goma ausgeweitet.
Bilder aus dem Krisengebiet 

Vor dem Hintergrund der Kämpfe zwischen Rebellen und regierungsnahen Milizen in der Region wuchs damit am Montag die Angst vor einer Epidemie. Die Gefechte haben Zehntausende Menschen aus Lagern vertrieben, wo der Ausbruch von Seuchen unter Kontrolle war.

In das Krankenhaus von Goma wurden am Sonntag zwei infizierte Bewohner eingeliefert. Außerdem wurden zwei erkrankte Flüchtlinge ins Spital gebracht, die in der Stadt Zuflucht gesucht hatten, wie Rafaela Gentilini von der Organisation Ärzte ohne Grenzen (Medecins sans frontieres/MSF) sagte. Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden seit Freitag mehr als 50 Cholerafälle registriert. Die Ärzte befürchten auch einen Ausbruch nördlich von Goma hinter den Linien der Rebellen, wo der Zugang für Helfer beschränkt ist.

Aufgrund der anhaltenden Kämpfe campieren viele Familien seit zehn Tagen ohne Hilfe in strömendem Regen im Freien. “Wir fürchten, dass dort, wo wir aus Sicherheitsgründen nicht helfen können, die Cholera katastrophale Ausmaße annehmen kann”, sagte Jaya Murthy von Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) in Goma. Viele Kinder leiden auch unter Atemwegserkrankungen.

UNICEF ist weiter sehr besorgt, dass viele Kinder im Chaos von ihren Eltern getrennt werden. Diese Kinder seien besonders von Missbrauch, Gewalt und Zwangsrekrutierung bedroht, erklärte die Organisation. UNICEF hilft bei der Versorgung der Kinder und der Suche nach den Angehörigen.

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