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"Komme gern ins Schnabelholz"

Gute Erinnerungen hat Hans-Jürgen Trittinger an seine Zeit bei Enjo SCR Altach. Im VN-Interview sprach der Trainer über seine Gedanken nach dem nicht gewollten Abgang nach der besten Saison der Vereinsgeschichte.

VN: Erfolglose Trainer werden abgelöst. Wie geht es einem, der einen Verein zum größten Erfolg seiner Geschichte führte und trotzdem gehen muss?
Trittinger:
“Ich versuche es nüchtern zu sehen. Mein Vertrag ist ausgelaufen. Der Verein entschied sich für einen neuen Trainer. Das ist zu akzeptieren.”

VN: Trotzdem. Was bleibt da gefühlsmäßig übrig?
Trittinger: “Ich hätte mir vielleicht erwartet, dass man mit mir spricht, bevor ich von möglichen Nachfolgern in der Zeitung lesen musste. Aber ich will’s positiv sehen. Ich habe die größte Entwicklung des Vereins mitgestaltet. Wenn ich ins Stadion komme, die neue Tribüne, das Fluchtlicht sehe, und wenn ich mir dann auch noch denken darf, den Verein zum sportlich erfolgreichsten Jahr seiner Geschichte geführt zu haben – dann kann ich jederzeit mit stolzer Brust als Gast ins Schnabelholz kommen.”

VN: Wie war der Abschied von der Mannschaft?
Trittinger: “Ein berührender Moment. Es war am Abend vor dem Spiel in Kärnten. Rudi Gussnig hat im Hotel eine Abschiedsrede gehalten, die Mannschaft schenkte mir eine Uhr. Zu Rudi Gussnig möchte ich noch sagen: So einen Kapitän kann sich jeder Trainer nur wünschen. Immer loyal. Auch dann, wenn ihm Entscheidungen nicht gepasst haben.”

VN: Leicht hattest du’s ja nie. Der Aufstieg in die RedZac-Liga wurde von dir erwartet. Und dann war da ja auch noch Erik Regtop, von dem es immer hieß, er sei auf deinen Trainerstuhl scharf. Wie siehst du all diese Dinge in der Retrospektive?
Trittinger: “Der Aufstieg wurde als eindeutiges Ziel deklariert, ja. Die erfolgreichen Aufstiegspiele gegen den FC Lustenau waren jedoch nicht so selbstverständlich. Und über Erik Regtop möchte ich sagen: Er war auf dem Platz mein Kotrainer, abseits davon als Sportdirektor mein Chef. Ich hatte es später mit Rade Plakalovic sicher leichter.”

VN: Hat man es als Trainer ohne klingenden Namen in der Branche von vornherein schwerer?
Trittinger: “Ja. Ein ehemals bekannter Spieler genießt einen gewissen Bonus. Auch wenn er dann erst bestätigen muss.”

VN: Du wurdest vor vielen Jahren schon einmal als Trainer der damaligen IG Bregenz/Dornbirn trotz eines Erfolgsruns abgelöst und durch den vermeintlichen Star-Coach Franz Wolny ersetzt.
Trittinger: “Ja, das ist richtig. Und dann ging es den Bach hinunter.”

VN: Den Hans Trittinger scheint man immer dann zu holen, wenn ein Verein etwas aufbauen will. Ist das bei deinem künftigen Arbeitgeber FC Dornbirn auch so?
Trittinger: “In Dornbirn will man tatsächlich etwas aufbauen. Schritt für Schritt. Das Umfeld soll für eine höhere Liga gerüstet sein, die Mannschaft sportlich sukzessive aufgebaut. Eine interessante und spannende Aufgabe. Ich freue mich schon darauf.”

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