Kolumbien: Rebellenchef gefasst

Die kolumbianischen Behörden haben einen ranghohen Rebellen-Chef gefasst, der im Juli 2001 auch die Entführung von drei Deutschen geleitet haben soll.

Wie ein Militärsprecher am Montagabend (Ortszeit) in Bogota mitteilte, ist der festgenommene Angel oder Carlos Ipia Dizu mit dem Decknamen „King Kong“ Chef der 6. Kompanie der Rebellengruppe „Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC).

„King Kong“ werden den amtlichen Angaben zufolge nicht nur Anschläge auf Militärpatrouillen und Polizeiwachen sowie Drogenhandel zur Last gelegt. Im Juli 2001 soll er die Entführung des deutschen Entwicklungshelfers Ulrich Künzel, dessen Bruders Thomas und eines Freundes der beiden, Rainer Bruchmann, geleitet haben. Künzel gelang die Flucht. Die beiden anderen wurden erst nach fast drei Monaten Geiselhaft und intensiver Bemühungen Berlins auf freien Fuß gesetzt.

Kolumbien ist eines der Länder mit den weltweit meisten Entführungsfällen. Medien sprechen von einer „Entführungsindustrie“. Tausende von Menschen befinden sich nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen in der Gewalt linker Rebellen, rechter Paramilitärs oder krimineller Banden.

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