Kolumbien: Rebellen töten Holzfäller

Mindestens zehn Holzfäller sind in Kolumbien von Guerrilleros der „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) ermordet worden. Zudem wurden rund 170 Holzfäller entführt.

Wie örtliche Medien am Freitag unter Berufung auf die Behörden berichteten, geschah die Tat in einem ländlichen Gebiet nahe der Gemeinde Riosucio im Departement Chocó im Nordwesten des südamerikanischen Landes, unweit der Grenze zu Panama. Die FARC-Rebellen hätten außerdem rund 170 Holzfäller entführt und als Geiseln genommen, erklärte Chocó-Gouverneur Julio Ibarguen.

„Das traurigste ist aber das Massaker, es sind schon mindestens zehn Todesopfer bestätigt worden“, sagte Ibarguen. Die Ermordungen und Entführungen seien bereits am Mittwoch in verschiedenen Holzfäller-Camps geschehen.

Am Donnerstagabend hatten die Behörden in Chocó lediglich von der Entführung von 31 Holzfällern berichtet. Auf Anordnung von Staatschef Alvaro Uribe begann unterdessen am Freitag eine intensive Suche nach den Entführten im schwer zugänglichen Waldgebiet. Die linken Rebellen hätten die Aktion damit begründet, dass ihre Opfer für eine von einer rechtsgerichteten paramilitärischen Untergrundorganisation betriebenen Holzfirma gearbeitet hätten, hieß es.

FARC und Paramilitärs kämpfen um die Vorherrschaft im Nordwesten Kolumbiens, da das Gebiet an der Grenze zu Panama von strategischer Bedeutung für Waffen- und Drogenhandel ist. Die FARC sind mit rund 17.000 Männern und Frauen unter Waffen die größte Rebellengruppe des Landes. Sie bekämpfen den Staat seit vier Jahrzehnten.

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