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Koch rettete als Dritter ÖSV-Ehre am Kulm

Der Kärntner Martin Koch ist für seine bei der Tournee besser platzierten Teamkollegen in die Bresche gesprungen und hat als Dritter die Ehre der ÖSV-Skispringer im ersten Weltcup-Skifliegen am Kulm gerettet.
Bilder aus Kulm

Der Vizeweltmeister spielte am Samstag vor 35.000 Fans seine Qualitäten aus und verbesserte sich im Finale mit der Tageshöchstweite von 201,5 Metern (zuvor 192,0) von der fünften an die dritte Stelle. Der Slowene Robert Kranjec sicherte sich überraschend mit einem halben Punkt Vorsprung auf den Schweizer Simon Ammann bei gleichen Weiten von 195,0 und 200,0 Metern seinen zweiten Weltcupsieg.

Weltmeister Gregor Schlierenzauer, der Doppelsieger des Vorjahres, musste sich nach keineswegs perfekten Sprüngen auf 192,5 und 193,0 Metern mit Rang fünf begnügen, unmittelbar vor Tournee-Gewinner Andreas Kofler (188,5/190,0). Vor ihm landete noch der bereits im Training überzeugende Tscheche Antonin Hajek (193,0/196,0).

Koch verpasste zwar auch in seinem 200. Weltcupbewerb den ersten Sieg, nach keineswegs perfektem Training war der 27-jährige Kärntner aber vollauf zufrieden. “In der Qualifikation habe ich gekämpft, dass ich im Wettkampf so gut rauskomme, hat mir getaugt”, erklärte er nach seinem 13. Podestplatz. “Ich habe zu meinem System gefunden, es wird von Sprung zu Sprung besser. Darum freue ich mich auf Sonntag.”

Der 28-jährige Kranjec überraschte mit dem Erfolg, seinem zweiten nach Kuusamo 2005, auch seine Konkurrenten. “Er ist ein guter Flieger, aber niemand hat erwartet, dass er nach der Tournee so zurückschlägt”, erklärte Ex-Tourneesieger Wolfgang Loitzl. Der Lokalmatador selbst war mit Rang acht “sehr zufrieden”. Am Sonntag will der Normalschanzen-Weltmeister versuchen, seine beste Platzierung auf den Flugschanzen, den siebenten Rang aus dem Vorjahr, zu übertreffen. “Ich komme fast mit den besten Fliegern mit, das macht Spaß”, sagte der Familienvater. Der Wettkampf war bei leichtem Schneefall mit sehr kurzem Anlauf in Szene gegangen.

Schlierenzauer vermochte seine Enttäuschung hingegen kaum zu verbergen. “Ich habe mir schon mit der Anfahrtsposition schwergetan, im Flug war es dann ein Kämpfen und kein Genießen”, erklärte der 20-Jährige, der im Weltcup als Zweiter nun 53 Punkte Rückstand auf Ammann hat. “Heute hat’s nicht funktioniert, wir werden das analysieren. Mir wäre es wichtig, dass ich es am Sonntag noch genießen kann.” Der Tiroler hält in nun neun Skiflug-Weltcupbewerben weiter bei sechs Siegen, mit dem siebenten würde er die alleinige Führung in der Bestenliste vor Matti Nykänen (FIN) und Adam Malysz (POL) übernehmen.

Tourneesieger Kofler, wie Loitzl kein begnadeter Flieger, nahm hingegen die jüngste schöne Erfahrung, auf die riesige Naturschanze mit. “Mir taugt’s”, sagte der Stubaitaler. “Wenn die Steigerung so weitergeht, kann es noch ein tolles Resultat werden. Ich bin auf einem guten Weg”, betonte der Oberstdorf-Sieger, der auf Flugschanzen einen fünften Platz als bestes Resultat zu Buche stehen hat.”

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