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Künstliche Ernährung für Koma-Patientin Eluana reduziert

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Die künstliche Ernährung soll schrittweise weiter herabgesetzt werden. Dies betonten die Rechtsanwälte der Familie Englaro, der das Höchstgericht in Rom das Recht zugesprochen hatte, die Ernährung für die 38-jährige Patientin auszusetzen.

Die Regierung Berlusconi und die Staatsanwaltschaft von Udine planen Gegenmaßnahmen, um den Tod der Frau, die seit einem Autounfall im Jahr 1992 im Koma liegt, zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft von Udine überlegt nach Angaben des Rechtsanwalts der Familie Englaro, Giuseppe Campeis, die Beschlagnahme des Zimmers in der Klinik “La Quiete” in Udine, in der sich Eluana befindet. Auch die medizinischen Instrumente des Ärzteteams, das die Frau in den Tod begleiten soll, könnten beschlagnahmt werden. Damit soll Eluanas Tod verhindert werden.

Die Staatsanwaltschaft von Udine will die Aussagen von Familienangehörigen und Freunden der seit 17 Jahren im Koma liegenden Frau überprüfen, um festzustellen, ob sich Eluana wirklich für die Beendigung lebenserhaltender Therapien ausgesprochen hatte. Die Familie Englaro hatte dies stets angegeben.

Auch die Regierung Berlusconi will laut Medienberichten vom Freitag mit einer Eilverordnung verhindern, dass die künstliche Ernährung eingestellt wird. “Die Ernährung und die Versorgung mit Flüssigkeit als Formen der vitalen Unterstützung von Patienten” dürften keinesfalls von Personen abgelehnt werden, die die unselbstständigen Personen betreuten, heißt es in dem Verordnungsentwurf, den die Regierung demnächst verabschieden will.

Damit käme es jedoch zu einem gravierenden Konflikt zwischen Regierung und Justiz. Das Kassationsgericht in Rom, dritte und letzte Instanz im italienischen Justizsystem, hatte im November Englaros Familie das Recht zugesprochen, die künstliche Ernährung der Frau auszusetzen. Regierungschef Silvio Berlusconi steht laut Beobachtern unter dem Druck des Vatikans und katholischer Kreise, die sich vehement gegen den Entschluss der Familie stellen, die lebenserhaltenden Maßnahmen für Eluana einzustellen. In mehreren italienischen Orten fanden Gebetswachen statt, in der Hoffnung, dass Eluanas Leben gerettet werde.

Der Vater Eluanas zeigte sich wegen der Kampagne der Regierung gegen das ihm zugesprochene Recht, die künstliche Ernährung für seine Tochter zu unterbrechen, empört. “Mit einer unglaublichen Gewalt verweigert man Eluana das Recht, in Frieden zu sterben”, sagte Beppino Englaro, der seit über zehn Jahren einen juristischen Kampf für das Recht seiner Tochter, schmerzlos zu sterben, führt.

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