"Können Großes erreichen"

"Meine ersten Berührungen mit dem Sport habe ich in der Sportredaktion der Vorarlberger Nachrichten gemacht", schmunzelt der 45-jährige Werner Gunz.

Zusammen mit seinem Bruder Helmut hat er das Familienunternehmen Gunz GmbH zu einem florierenden Betrieb ausgebaut, der im Vorjahr einen Umsat von 45 Mill. Euro erwirtschaftete. Dennoch, seine Zeit als „Schreiberling“ möchte er nicht missen. „Durch meine Gespräche mit Sportlern und Funktionären habe ich mir so viel Insiderwissen angeeignet, dass ich heute davon mehr als profitieren kann.“

Seine sportliche Vergangenheit hatte Werner Gunz im Judo, „wo ich der ewige Zweite war“. Der unbesiegbare Gegner aus der Jugendzeit heißt Horst Lumper und ist heute Präsident des Vorarlberger Fußballverbandes. „Wieder eine Querverbindung zum Fußball“, lacht der Altacher.

Dank Engl nun Obmann

Als Gründer des Vorarlberger Sportjahrbuches (1995) hat er sich zudem einen Namen gemacht. „Es war ein Riesenprojekt, für das ich selbst finanziell gehaftet habe. Für mich persönlich war es ein sportlicher Meilenstein.“

Vor vier Jahren gab es die ersten konkreten Berührungen zwischen dem Fußballklub Altach und der Person Werner Gunz. Die Firma Gunz stieg im Jahr 2002 als Kosponsor ein und der heutige Obmann kam in Kontakt mit den Funktionären. Im Herbst dann stieg er auf Wunsch des damaligen Präsidenten Johannes Engl als Obmann ein, als der er nach dem Rücktritt Engls den Klub führt.

Als neue Führungskraft will er auf jeden Fall Distanz wahren. „Ich bin nicht ein Präsident, der sich in den Vordergrund stellt. Das ist zu gefährlich, wie schon einige Beispiele gezeigt haben“, so Gunz, der sich trotz seiner Leidenschaft für den Fußball nicht für einen emotionalen Menschen hält. „Es kann doch nicht sein, dass wir in einem Jahr hier in Altach zerstören, was sich in 70 Jahren entwickelt hat.

Überrascht hat ihn allerdings die Geschwindigkeit der Entwicklung beim Fußballklub. „Damit habe ich wahrlich nicht gerechnet, doch wir haben unsere Hausaufgaben schon gemacht.“ Er habe zwei Schubladen fix und fertig, eine für die erste, eine für die zweite Liga. Gunz jedenfalls ist überzeugt, dass auch ein Provinzklub, wie es Altach ist, Großes erreichen kann. Deshalb soll vor allem in Infrastruktur und Management und nicht allein in Spieler investiert werden.

ZUR PERSON

Werner Gunz

  • Geboren: 10. November 1960
  • Familie: verheiratet mit Sonja, vier Kinder (Alexander, Stefan, Simone, Daniel)
  • Ausbildung: Handelsschule Lustenau Laufbahn: Gebrüder Weiß, Ölz Meisterbäcker, Gunz GmbH (selbstständig mit Bruder Helmut)
  • Wohnort: Altach („in Augenhöhe des Schnabelholzstadions“)
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