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Kluft zur Spitze

Wie weit das Nationalteam derzeit von der Spitze entfernt ist, wurde der ÖFB-Elf in der EM-Qualifikation schmerzhaft vor Augen geführt. Gegen Tschechien soll sich aber der Aufwärtstrend bemerkbar machen. | Rückblick:

Die Kluft zur Spitze wird, so glaubt Teamchef Hans Krankl vor dem abschließenden Gruppenspiel am Samstag (17 Uhr) im Happel-Stadion gegen die fix für die Endrunde qualifizierten Tschechen, auch in absehbarer Zukunft so bleiben. “Explosionsartig wird sich im österreichischen Fußball nichts positiv verändern”, erklärte Johann K. am Dienstag im Trainingslager.

Die Gründe für die derzeitige Situation des Nationalteams liegen
laut Krankl vor allem in der “jahrelang vernachlässigten
Nachwuchsarbeit. Wir haben uns zu lange an den Deutschen orientiert,
zu sehr auf Athletik gesetzt und nicht auf Taktik, System oder
Technik.” Der Umdenkprozess habe zwar schon eingesetzt, auf die
Früchte wird man aber noch länger warten müssen, befürchtet der
50-jährige Wiener. “Das ist eine Frage der Geduld”.

Er selbst musste zu seinem Amtsantritt im Februar 2002 bei Null
beginnen. “Ich habe aus dem Nichts eine Mannschaft gefunden und geformt. Wenn nicht ein Schnitt passiert wäre, wären wir untergegangen”, ist Krankl überzeugt. Krankl will in Zukunft den Nachwuchs forcieren. “Es gibt noch personelle Reserven. Doch wenn ich den einen oder anderen Jungen präsentiere, wird das die Qualität nicht gleich verbessern”, bat der Teamchef um Geduld. In der Qualifikation für die WM 2006 werde man auf alle Fälle “um jedes Körndl” kämpfen, um das Ticket für Deutschland zu lösen. “Aber wir arbeiten vor allem darauf hin, dass wir bei der Heim-EM 2008 eine Mannschaft haben, auf die wir stolz sein können.”

Zunächst steht aber noch das Aufeinandertreffen mit den seit 17
Spielen ungeschlagenen Gruppensieger Tschechien auf dem Programm, in
dem sich ein Aufwärtstrend bemerkbar machen soll. “Wir wollen in
diesem Spiel bestätigen, dass wir schon weiter als im Vorjahr sind.
Unser Ziel ist eine klare Verbesserung des Resultats in Prag (Anm.:
0:4). Wir wollen die Tschechen so lange wie möglich fordern.”

Link zum Thema:
ÖFB

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