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"Klopfzeichen" im Lorünser Wiesle

Ernst Krimbacher's Jugenderinnerungen versetzten in Staunen.
Ernst Krimbacher's Jugenderinnerungen versetzten in Staunen.
Idyllisch ist das Ambiente im Lorünser Wiesle allemal

Und dass das “Wiesle” im Laufe seiner bewegten Vergangenheit so manche Geschichte erzählen könnte, darüber philosophierten die Literaten im Rahmen einer Landpartie, bei der es neben Texten auch ein deftiges Landbüffet mit Schmankerln aus der Region gegeben hat. Die “Dichterdamen” sind im Oberland offensichtlich dominant. Den 12 Literatinnen stellen sich mit Günther J. Wolf und Ernst Krimbacher nur zwei Herren im Wortgefecht zwischen Mundart und Hochsprache, zwischen Prosa und gebundenem Vers. Maria Etlinger aus Nenzing ist neu bei “Klopfzeichen”.
Mit ihrem Mix aus Fabel und Parabel “Spinnenlandschaft” verblüfft Etlinger durch eine gewandt-hinterfragende Textlinie, die sich zunehmend verdichtet. Neben Etlinger weiß sich auch die erst 13-jährige Asylantin Sabina Shabanaj aus Schruns effektvoll in Szene zu setzen, wenn sie albtraumbehaftet fleht: “Lieber Gott, hörst du mich? Dann befreie mich von meinen schlimmen Erinnerungen”. In Shabanajs Texten stecken Menschenschicksale, Hoffnung, Wehmut und Sorge. Unter den Etablierten der Literaturszene überzeugen Jytte Dünser, Annelies Zerlauth, Irene Würbel-Walter, Rosina Burtscher, Lidwina Boso, Helene Rüdisser, Ingrid Baxa-Verzentnitsch finden auf ihre Art in verschiedensten Stilrichtungen, vom ausholenden Aufsatz bis zum minimalistischen Wortspiel.

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