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Klinger und Böhler mit Machtdemonstration in Russland

©VMH
Beim European Cup im russischen Orenburg melden sich die Vorarlberger Judokas Desirée Klinger und Laurin Böhler mit Silber und Bronze eindrucksvoll in der Europäischen Spitze zurück. Gleichzeitig holten sie als die einzigen Österreichischen Medaillengewinner die heimischen Kohlen aus dem Feuer.

Osteuropa ist bekanntermaßen ein hartes Pflaster für Judoka. Besonders in Russland sucht die Dichte an Weltklassesportlern ihresgleichen. Umso erfreulicher und besonders wertvoll ist es daher, wenn Vorarlberg Sportler zum „Russen-Schreck“ avancieren. So geschehen  dieses Wochenende beim European Cup in Orenburg. Denn mit Desirée Klinger und Laurin Böhler schrieben gleich zwei Athleten des ULZ Hohenems Judo Vorarlberg gewaltig an und lederten ihre Kontrahenten reihenweise auf die Matte. Mit Silber und Bronze holten die Beiden gleichzeitig die einzigen Medaillen für Österreich.

Das langersehnte Podest

Besonders für Desirée Klinger, die nach ihrer langen Verletzungspause in den vergangenen Monaten hart an ihrer Form arbeitete, sollte der Samstag eine wahre Genugtuung werden. In der Gewichtsklasse –57 KG lieferte die 22-Jährige auf ihrem Weg ins Poolfinale gegen ausschließlich Russische Gegnerinnen eine souveräne Vorstellung. Nach einem schnellen Auftaktsieg drehte sie im zweiten Kampf gegen Mariya Kostenko einen Yuko-Rückstand und siegte Ippon nach einer Festhalte-Technik. Im darauf folgenden Halbfinale machte sie 40 Sekunden vor Schluss mit einer Kosoto-Gake-Beintechnik den Sack zu. Und wie sollte es anders sein, im Finale wartete mit Natalia Golomidova erneut eine Russin auf Klinger. Leider wollte ihr gegen die lästige Osteuropäerin wenig gelingen. Die Silbermedaille kann sich aber mehr als nur sehen lassen. „Großartige Rückkehr“, wie es der zufriedene Nationaltrainer Béla Riesz ausdrückte.

Gelungenes Comeback

Am Sonntag gab dann Laurin Böhler sein langersehntes Comeback auf der internationalen Bühne. Nach einem Kreuzbandriss und fast einem Jahr Wettkampfpause zeigte sich der 21-Jährige jedoch kein bisschen eingerostet. In der Klasse -100 KG fertigte er seinen Russischen Auftaktgegner mit einem tiefen Seio-Nage-Schulterwurf und anschließender Würgetechnik ab. Und auch im Poolfinale gegen den zweiten Russen Ikoev gab er seine Yuko-Führung nicht mehr her und kämpfe sich geschickt über die Zeit. Im Kampf um den Finaleinzug sollte dann aber der Aserbaidschaner Zelym Kotsoiev zum Stolperstein werden. In einem bis zum Ende offenen Kampf gelang Laurin nach einem Waz-ari-Rückstand zwar noch eine Yuko-Wertung, Kotsojev lies sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Im Match um Bronze war dann aber wieder der Schwarzacher am Zug und machte gegen den Slowaken Hajas mit einem mächtigen Ura-Nage-Ausheber nach 45 Sekunden kurzen Prozess.

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