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Klimatisierte Autos: Ein Drittel mehr Sprit

Eine Klimaanlage im Auto steigert bei sommerlicher Hitze nicht nur den Komfort, sondern senkt auch das Unfallrisiko. Bessere Konzentration und weniger Aggressionsbereitschaft.

Hohe Temperaturen beeinträchtigen die Konzentration, auch die Aggressionsbereitschaft nimmt zu. Wer in seinem Wagen für kühle Belüftung sorgt, muss allerdings mit höheren Spritkosten rechnen: Der Verbrauch kann laut ÖAMTC-Test um fast ein Drittel – mehr als 28 Prozent – steigen.

Mehr als 90 Prozent aller Neuwagen besitzen bereits Klimaanlagen. Vor allem in der Abkühlphase ist der Mehrverbrauch sehr hoch. Um die Temperatur von 31 auf 22 Grad zu senken, benötigten Pkw beim ÖAMTC-Test für 100 Kilometer zwischen 2,47 und 4,15 Liter Kraftstoff zusätzlich, berichtete Club-Techniker Thomas Stix. Bei Fahrten in der Stadt muss je nach Wagen und Bauart der Klimaanlage mit einem Mehrverbrauch von 0,76 bis 2,11 Litern pro 100 Kilometern gerechnet werden.

Unter die Lupe genommen wurden Fahrzeuge der Marken Mazda, Opel, Audi und Ford. „Der Test hat bewiesen, dass einfache, ungeregelte Klimaanlagen im Vergleich zu modernen Anlagen zu einem 2,5 Mal höheren Kraftstoff-Mehrverbrauch führen können“, so Stix. Dementsprechend entpuppte sich der „kleine“ Ford Fiesta mit manueller Klimaregelung und dem leistungsschwächsten Motor als größter Spritfresser.

Der Grund dafür: Das Fahrzeug muss den Klimakompressor antreiben, der beim Kühlen immer die volle Antriebsleistung von ca. fünf kW benötigt. Bei den Mittelklassewagen verbrauchten Opel und Mazda deutlich mehr Kraftstoff als die Audi-Fahrzeuge. Zwischen Benzinern und Diesel zeigte sich bei annähernd gleicher Motorleistung und Klimaanlagentechnik kein bedeutender Unterschied.

Da bei großer Hitze die Aufmerksamkeit empfindlich leidet, bieten Klimaanlagen laut ÖAMTC nicht nur Luxus, sondern auch Sicherheit. Untersuchungen hätten gezeigt, dass bei einer Erhöhung von 25 auf 35 Grad die Konzentrationsfähigkeit um mehr als 20 Prozent nachlässt. Schweißtreibende Temperaturen werden als Stressor erlebt, warnte Verkehrspsychologin Dora Donosa.

Älter Personen oder Menschen, denen die Hitze sehr zu schaffen macht, sollten unnötige Fahrten daher verschieben. „Man ist matt, müder und langsamer drauf“, so die Expertin gegenüber der APA. Nach dem Prinzip Flucht oder Kampf würde bei anderen wiederum die Aggressionsbereitschaft zunehmen – vor allem im Stau oder bei der Parkplatzsuche.

Bei einem stark aufgeheizten Pkw, sollte man bereits vor der Fahrt alle Fenster öffnen und gleichzeitig die Klimaanlage auf Umluft (niedrigste Stufe) stellen. Dadurch sinkt die Temperatur rasch. Bei übertriebenem Abkühlen und zu großen Temperaturdifferenzen zwischen Autoinnenraum und Umgebung drohen allerdings Erkältungen oder Kreislaufbeschwerden.

Ein Unterschied von fünf Grad gilt als allgemeine „Faustregel“, raten die ÖAMTC-Experten. Steigt das Thermometer bis zur 40 Grad-Grenzen, sei das natürlich eine Ausnahme. Der Wagen sollte jedoch in keinem Fall auf 15 Grad, sondern eine angenehme, erträgliche Temperatur gekühlt werden.

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