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Klima: Droht neuer El Nino?

Die Anzeichen für ein erneutes Auftreten des Wetterphänomens El Nino mit wärmeren Strömungen im Atlantik verdichten sich. Es wurden bereits einige typische Effekte beobachtet.

El Nino sorgt normalerweise für eine Abschwächung der Hurrikan-Aktivitäten im Atlantik, aber auch für Dürren und andere Klimaveränderungen weltweit.

Derzeit seien die Bedingungen, die für das Auftreten von El Nino notwendig seien, nur schwach, erklärte die US-Behörde für Meereskunde, NOAA, am Mittwoch. „Aber ist gibt die Möglichkeit, dass sie sich verstärken und zu einem moderaten El Nino im Winter führen.“ Einige typische El-Nino-Effekte seien bereits beobachtet worden.

Dazu gehöre etwa eine überdurchschnittliche Trockenheit in Indonesien, Malaysia und auf den Philippinen. Die Entwicklung könne auch erklären, weshalb die Hurrikan-Saison im Atlantik 2006 deutlich schwächer als vorhergesagt sei. So habe es erst sieben Tropenstürme und drei Hurrikane gegeben. Erwartet worden sei aber, dass es nach dem Rekord 2005 mit 28 Tropenstürmen und 15 Hurrikanen 2006 erneut ein überdurchschnittliches Jahr gebe.

Nordamerika werde wohl im Winter typische El-Nino-Effekte erleben, erklärte die NOAA. Dies bedeute wärmere Temperaturen in West- und Zentral-Kanada sowie im Westen und Norden der USA.

2005 waren bei heftigen Wirbelstürmen in den USA rund 1300 Menschen getötet worden, es entstand ein Sachschaden von 80 Milliarden Dollar. Die Folgen des Wirbelsturms „Katrina“ ließen weite Teile von New Orleans in den Fluten und Chaos versinken. Auch die Öl-Produktion war beeinträchtigt, was den Ölpreis steigen ließ.

Das Phänomen El Nino wird seit langer Zeit beobachtet und tritt in unregelmäßigen, mehrjährigen Abständen auf. Es ist schwer vorhersagbar.

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