Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Kleinwalsertal: Bürgermeister bittet um Verständnis

"Zusammenrücken war der Emotion geschuldet"
"Zusammenrücken war der Emotion geschuldet" ©VOL.AT/Paulitsch
Der Kleinwalsertaler Bürgermeister Andi Haid hat am Tag nach dem Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in seiner Talschaft bedauert, dass die Abstandsregel vielfach nicht eingehalten wurde.
Opposition schäumt
Reaktion aus dem Kanzleramt
Kanzler Kurz besucht das Kleinwalsertal

Gleichzeitig bat er um Verständnis für die Emotion der Bevölkerung, die für mehrere Wochen unter "De facto-Quarantäne" gestanden sei. Auch habe die Gemeinde im Vorfeld sehr wohl Vorkehrungen getroffen.

Als Arbeitstreffen geplant

Haid betonte, dass der Kurz-Besuch von allem Anfang an als Arbeitstreffen geplant worden sei, nicht als öffentliche Veranstaltung. "Deshalb hat auch keine Musik gespielt, das wäre das Normale", sagte Haid gegenüber der APA. Man habe auch extra das Veranstaltungszentrum Walserhaus in Hirschegg als Ort für das Arbeitstreffen gewählt, weil dort entsprechende Räumlichkeiten vorhanden seien, um die Abstandsregel einhalten zu können.

Flugblatt verteilt

Am Besuchstag selbst wurde an die anwesende Bevölkerung ein Flugblatt verteilt, mit dem gebeten wurde, "zum Schutz Ihrer Gesundheit und auch aufgrund der anwesenden Medien die geltenden Covid-19-Regeln […] einzuhalten". In Fettschrift wurde der Abstand von mindestens einem Meter bzw. andernfalls das Tragen von Schutzmasken eingemahnt.

"Zuerst haben sich die Leute auch daran gehalten. Als dann aber der Bundeskanzler eintraf, sind sie zusammengelaufen", schilderte Haid die Ereignisse. Er wies auch darauf hin, dass sowohl Kurz als auch Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) die Leute mehrfach aufgefordert hätten, Abstände einzuhalten. "Das Zusammenrücken war der Emotion geschuldet", betonte Haid.

Auf der "News-Seite" der Hompage der Gemeinde Mittelberg wurde beim Bericht über den Kanzlerbesuch auf die nicht eingehaltene Abstandsregel übrigens nicht eingegangen . Im Gegenteil, als "Volksnah mit Abstand" wurde der Besuch von Sebastian Kurz beschrieben.

Kurz: "Bitte Abstand halten"

Der Besuch von Kurz im Kleinwalsertal - dem ersten eines österreichischen Bundeskanzlers seit 1973 - bestand aus zwei Etappen: Zunächst gab es unmittelbar beim Grenzübergang zwischen Vorarlberg und Bayern eine - geplante - Ansprache an die zahlreich erschienen Medienvertreter aus Österreich und Deutschland. Dabei rackerten die TV-, Online- und Printjournalisten um die besten Plätze. Während der Bundeskanzler vom Auto zum Mikrofon ging, rief er mehrmals "bitte Abstand halten".

Nach dem Medientermin fuhren Kurz, Wallner und Haid sieben Kilometer weiter nach Hirschegg, wo der Bundeskanzler sich mit Gemeindevertretern besprechen wollte. "Als wir im Auto nebeneinandersaßen, trugen wir Masken, diese Fotos sind aber nicht so präsent", sagte der Bürgermeister. Vor dem Veranstaltungszentrum Walserhaus wurden die Politiker schließlich von einer begeisterten Menschenmenge in Empfang genommen, wieder wurde die Abstandsregel größtenteils ignoriert.

Kein Auftrag für die Polizei

Die Begeisterung für Kurz sei nicht parteipolitisch motiviert gewesen, so Haid, der im Namen einer Bürgerliste Politik macht. Die Bevölkerung sei einfach froh, dass die Zeit der Abriegelung nun vorbei sei: "Die Leute wären auch bei jedem anderen Bundeskanzler dort gestanden."

Seitens der Polizei hieß es auf APA-Anfrage, dass es sich beim Besuch von Kurz um einen Medientermin gehandelt habe. Deshalb habe man auch keinen Auftrag gehabt, den Termin zu überwachen.

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Mittelberg
  • Kleinwalsertal: Bürgermeister bittet um Verständnis
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen