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Kleinkind überlebte Flugzeugabsturz im Sudan

Bis auf einen kleinen Buben sind am Dienstag bei einem Flugzeugabsturz im Sudan alle 116 Insassen einer Passagiermaschine ums Leben gekommen.

Nach Informationen der saudischen Nachrichtenagentur SUNA verlor der kleine Mohammed sein rechtes Bein und wurde zur weiteren Behandlung noch am gleichen Tag in die Hauptstadt Khartum gebracht. Ärzte im Krankenhaus von Port Sudan hatten zuvor berichtet, das Kind sei seinen Verletzungen erlegen. Dies dementierte später ein Vertreter der Provinzbehörde gegenüber SUNA.

Nach Angaben des staatlichen Fernsehens war die Boeing 737 der Sudan Airways am Dienstagmorgen gegen 4.30 Uhr kurz nach dem Start in der Hafenstadt Port Sudan abgestürzt. Ein Nachrichtensprecher las am Mittag die Namen der Toten von einer handschriftlichen Passagierliste ab und endete mit der islamischen Formel, „Wir gehören zu Gott und zu ihm kehren wir zurück“.

Die Absturzursache war nach ersten Informationen ein technischer Defekt. Der Generaldirektor von Sudan Airways, Ahmed Ismail el Sumarawi, erklärte, der Pilot habe kurz nach dem Start einen Fehler im Motor gemeldet und einen Notruf an den Flughafen von Port Sudan abgesetzt. Von dort erhielt er die Anweisung, umzukehren. Doch die Zeit reichte nicht mehr aus. Die Maschine stürzte über einem unbewohnten Gebiet nahe einer Schnellstrasse ab.

An Bord des Flugzeugs, das sich auf einem Inlandsflug in die Hauptstadt Khartum befand, waren 105 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder. Unter den Toten sind nach Angaben der Luftfahrtbehörde acht ausländische Geschäftsleute: Ein britischer Mitarbeiter der Hilfsorganisation Oxfam, vier Inder, ein Chinese, ein Äthiopier sowie ein Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auf der Passagierliste standen auch mehrere Kinder sowie der Beauftragte der Regierung in der Provinz Sinkat und ein der Kommandeur der Luftwaffe in Port Sudan. Die Identifizierung der stark verbrannten Leichen sei zum Teil unmöglich, erklärten die Ärzte. Die Behörden ordneten deshalb die sofortige Beisetzung in einem Massengrab 15 Kilometer von Port Sudan entfernt an.

Das Flugzeug stürzte auf ein etwa fünf Kilometer vom Flughafen entferntes Gelände nahe der Küste des Roten Meeres. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte dort weder Nebel noch Sturm. Die Polizei sperrte den Absturzort weiträumig ab, nachdem Hunderte von Menschen herbeigelaufen waren, um die zerstörte Maschine zu sehen.

Sudan Airways ist als extrem unpünktliche Fluggesellschaft bekannt, galt bisher allerdings im Land selbst nicht als besonders unsicher. Es war der erste Unfall einer Passagiermaschine der Gesellschaft seit ihrer Gründung 1947. Die sudanesische Regierung hatte in der Vergangenheit wegen des US-Wirtschaftsembargos Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen für die Boeings der staatlichen Fluggesellschaft gehabt. Port Sudan liegt nordöstlich der Hauptstadt Khartum an der Küste des Roten Meers. Bei Individual- Touristen ist der Ort als Taucherparadies beliebt.

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