Kleingruppen gemeinsam zur Landtagswahl

Schwarzach - Das Bündnis "Die Gsiberger" aus der parteienkritischen Liste "Vau-Heute", der Migrantenliste NBZ, der KPÖ, Behindertenvertretern und der Liste "Die Buntkarierten" für die Vorarlberger Landtagswahl im September ist fix.
Interview mit Bernhard Amann
Gsiberger Pressekonferenz 9. Juli 2009

Deren Spitzenkandidaten haben am Donnerstag in Hohenems ihr Programm präsentiert und rechnen damit, gemeinsam die Fünf-Prozent-Hürde zu nehmen.

“Diese Buntheit ist österreichweit ein Novum”, erklärte Bernhard Amann, “Architekt” hinter dem Bündnis, der mit seiner Liste “Vau-Heute” allein schon zweimal angetreten war, und 2004 2,1 Prozent der Stimmen erzielt hatte. Alle Kleinparteien waren zusammengerechnet auf rund 8 Prozent gekommen, was den Optimismus der Gruppe beflügelt: “Zwei bis drei Mandate” seien möglich, so NBZ-Spitzenkandidat Adnan Dincer. Gespräche über eine gemeinsame Kandidatur mit der Liste Dinkhauser und dem LIF hatten sich zerschlagen.

“Die Gsiberger” verstehen sich nach eigenen Angaben als “Hilfsorganisation für Menschen, welche täglich Benachteiligungen erfahren und die von den Regierenden einfach vergessen wurden”. So forderte beispielsweise die Behindertenvertreterin Margit Ellensohn “selbstbestimmtes Leben für die Behinderten” ein – hier hinke man Skandinavien 40 Jahre hinterher. Dietmar Waldhelm, der erst im Herbst zur KPÖ gestoßen war und 30 Jahre in der Schweiz gelebt hat, will sich für mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung einsetzen.

In allen Wahlbezirken wird Bernhard Amann (Vau-Heute) die Liste anführen, gefolgt von Adnan Dincer und Ellensohn. Den vierten Listenplatz wollen sich je nach Bezirk KPÖ und Yogi Wolfmayer von den “Buntkarierten” noch aufteilen. Entscheidend für den Einzug in den Landtag seien im Fall des Falles aber nicht die sogenannten offiziellen Wahlpunkte, sondern ausschließlich die Vorzugsstimmen. Amann: “Es gibt einen gemeinsamen Flyer, eine Website, über Plakate müssen wir noch reden – sonst führt jeder einen Persönlichkeitswahlkampf, jeder und jede rennt ums Leiberl.” Außerdem seien alle die Verpflichtung eingegangen, Inhalte und Anträge jener Gruppierungen aus dem Wahlbündnis in den Landtag einzubringen, die dort nicht vertreten sind.

Am 24. Juli wollen “Die Gsiberger” mit einer musikalischen und multikulturellen Auftaktveranstaltung auf dem Hohenemser Schlossplatz den Wahlkampf offiziell eröffnen.

Interview mit Bernhard Amann

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