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Kleine Helferlein sorgen für "smarten" Energieverbrauch

Smart Home: Stromverbraucher je nach Bedarf steuern - auch von unterwegs.
Smart Home: Stromverbraucher je nach Bedarf steuern - auch von unterwegs. ©VKW
Und dann flattert sie alljährlich wieder in den Briefkasten: die Stromrechnung. Was ungefähr unterm Strich stehen wird, hat jeder im Hinterkopf.

Manchmal kann jedoch auch eine unerwünschte Überraschung auf der Abrechnung auftauchen, nämlich dann, wenn der Energieverbrauch im Haushalt drastisch gestiegen ist. Doch, wo steckt der Energiefresser?

Ist es die Waschmaschine, der Kühlschrank oder etwa die alte Spülmaschine, welche die Kosten so hoch getrieben hat? Und wie kann man frühzeitig auf einen erhöhten Stromverbrauch reagieren? „Hightech kann helfen, damit technische Hilfsgeräte, die unseren Alltag um so vieles leichter machen, weniger Strom verbrauchen“, sagt Rudolf Kloser, Energieexperte für Energieeffizienz und Alternativenergien der illwerke vkw.

Stichwort “Intelligente Vernetzung”

„Smart Home steht für eine intelligente Vernetzung unterschiedlicher Komponenten des Haushalts. So kommuniziert der Heizkörper mit dem Fenster und senkt automatisch die Temperatur, wenn dieses geöffnet wird. Dadurch sparen wir Energie“, gibt Martin Seeberger von illwerke vkw ein Beispiel. Weiters kann per SMS die Info kommen, dass im Bad das Licht brennt, obwohl man längst zur Arbeit gefahren ist. Oder beim Türschließen stellen sich automatisch bestimmte Geräte auf Stand-by. Nun sind diese Unterstützungen beim Stromsparen keine Zukunftsmusik mehr. Ein intelligenter und bequemer Haushalt also – oder ein Smart Home, wie die Technologie heißt.

Was ist ein Smart Home?

Mit Smart Home kann man, so Kloser, diverse Haus- und Gebäudetechniken, die bereits vorhanden sind, intelligent zu einem Komplettsystem vernetzen. Das hilft den Energieverbrauch zu reduzieren oder defekte Geräte auszumachen. Die Technologie ist mit dem Energie-Cockpit der illwerke vkw verknüpft. Die Bedienung des Smart Home-Systems erfolge über Tablet, Handy, Smartphone, PC oder den Fernseher. „Damit kann man in der Basisfunktion das Licht, die Beschattung, Heizung und Geräte wie Waschmaschine, auch aus der Ferne steuern.“ Smart Home funktioniert über einen kleinen Computer – dem illwerke vkw HomeServer –, der beim Stromverteiler eingebaut oder in eine freie Netzdose gesteckt wird.

Im Haushalt werden sogenannte Aktoren (Steckdosen-Adapter) verbaut, die Geräte, wie elektrische Rollläden, ein- und ausschalten können. Weiters sind Sensoren – zum Beispiel in Fenstergriffen – eingebaut. „In Neubauten werden die Sensoren und Aktoren unsichtbar verbaut“, weiß Rudolf Kloser.

Zusammenspiel der Helfer

Zwischen Sensoren, Aktoren und Server werde – je nach Vorgabe und Ansprüchen der Bewohner – kommuniziert und bequem Strom gespart. Der Server bedient alle Endgeräte und speichert die erforderlichen Daten. „Aber es entsteht keine ‚Elektrosmog -Wolke‘, da nur bei Veränderung der Vorgabe der Sensor einen kurzen Impuls sendet und dann der Aktor, beispielsweise den Rollladen, schließt“, berichtet der Experte. So berücksichtigt die Jalousiensteuerung Wetterdaten und Außentemperatur und reguliert die Raumtemperatur kostenoptimierend. „Ein Smart Home ist dann gut, wenn die Bewohner von der Technik nichts mitbekommen. Das kann man mit einem modernen Pkw vergleichen, darin steckt viel Hightech.“ Zum Thema Sicherheit weiß der Energieexperte, dass die angebrachten Sensoren auch sämtliche Türen und Fenster „im Auge behalten“. Wird bei Abwesenheit – wie in der Urlaubszeit – ein Fenster in der Wohnung geöffnet, werden die Bewohner per SMS benachrichtigt. Zudem lässt sich laut Kloser die Smart-Home-Technologie auch im Bereich Gesundheit und Infotainment einsetzen.

Smart City Rheintal

Das Projekt „Smart City Rheintal“ soll zeigen, wie städtische Regionen in Zukunft Energieressourcen effizient nutzen und innovative Technologien einsetzen, um Energie und Kosten zu sparen und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhöhen. Von europaweit 60 Smart City-Projekten wird im Vorarlberger Rheintal, zum Beispiel das Bauprojekt In der Wirke in Hard, umgesetzt. „Im Rahmen dieser Projekte wollen wir zeigen, was bereits heute mit den Technologien realisierbar ist“, sagt Projektleiter Christian Eugster. (VN/Tobias Hämmerle)

Die Serie “Energie für unser Leben” ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung der Illwerke VKW.

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