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Klauser Familie will Sausgruber zu Fall bringen

©VN
Klaus, Bregenz - Man kennt das ja, gerade in Wahlkampfzeiten – Postwurfsendungen, Werbezuschriften, Ankreuz-Hilfestellungen der Parteien. Dass eine Privatperson zu diesem Mittel greift, um ihren Unmut über die Politik einer bestimmten Partei zum Ausdruck zu bringen, ist neu.
Das ist der Postwurf
Sausgrubers Reaktion: "Das gab es hier noch nie"

120.000 Haushalte in Vorarl­berg haben bereits oder werden in den nächsten Tagen den Postwurf von Lothar und Elisabeth Collini bekommen. Darin beschreibt das Klauser Ehepaar in sehr eindeutiger Sprache, „warum die ÖVP bei der Landtagswahl am 20. September die absolute Mehrheit verlieren sollte“. Grundlage der Anschuldigungen gegen deren Spitzenkandidaten und amtierenden Landeshauptmann, Herbert Sausgruber: Ein Streit um die Einhaltung des Klauser Bebauungsplanes. Seit Jahren kämpfen die Collinis gegen ein Bauvorhaben auf einem ihrem Grundstück angrenzenden Areal (die „VN“ berichteten). Die Collinis machen geltend, dass bei dem geplanten Bau der Bebauungsplan missachtet werde. „Wir können noch nicht einmal Rechtsmittel einlegen. Da ist der Rechtsstaat ausgehebelt worden“, klagt Lothar Collini. Schuld daran sei die Politik Sausgrubers, die „Rechtsmissachtungen und Willkür der Behörden“ Tür und Tor geöffnet habe. Um seine Enttäuschung über die Politik Sausgrubers auch dem Rest Vorarlbergs mitzuteilen, greife er gerne tief in die Tasche (die Postwurfsendung kos­tet rund 12.000 Euro). Die ÖVP zeigte sich gestern ob der Anschuldigungen entrüstet und weist sie zurück. „Anfang des Jahres hat die Familie Collini diese Vorwürfe gegen den Landesamtsdirektor erhoben. Daraufhin habe ich der Staatsanwaltschaft Innsbruck den Auftrag gegeben, die Anschuldigungen genau zu überprüfen – im Juni wurden sie als nichtig zurück­gestellt. Dass sie ausgerechnet jetzt und in dieser Diktion gegen mich erhoben werden, geht zu weit“, sagt Sausgruber im „VN“-Gespräch.

„Zeitpunkt gewollt“

Collini selbst gibt auch unumwunden zu, den Zeitpunkt kurz vor der Landtagswahl bewusst gewählt zu haben, auch die Diktion sei gewollt scharf gehalten – „sonst fällt es ja nicht auf“, sagt er. Indes will er sich keinesfalls als Zugpferd irgendeiner anderen Partei missverstanden wissen. „Das ist eine private Aktion, die weder mit der FPÖ noch mit der SPÖ etwas zu tun hat“, versichert er. Dass er den anderen Parteien mit seiner Aktion womöglich in die Hände spiele, nehme er billigend in Kauf – „schließlich soll die Mehrheit gebrochen werden“, so Collini.

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