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Klassikfestival :alpenarte mit neuem Leiter

Der mehrfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Klarinettist Sebastian Manz ist künstlerischer Leiter der :alpenarte.
Der mehrfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete Klarinettist Sebastian Manz ist künstlerischer Leiter der :alpenarte. ©Marco Borggreve
Vom 5. bis 8. April findet im Angelika-Kaufmann-Saal in Schwarzenberg die dritte Konzertreihe der :alpenarte statt.

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Frühjahr hat sich das junge Klassikfestival mit seinem einzigartigen Konzept in Schwarzenberg etabliert. Neuer künstlerischer Leiter ist der renommierte deutsche Klarinettist Sebastian Manz. Intendant in Residence der April-Konzerte ist der Gitarrist Petrit Çeku. Neben der außergewöhnlichen Programmierung geht man bei der :alpenarte auch in Sachen Kommunikation neue Wege.

Als etwas anderes Klassik-Veranstaltungsreihe mit ausschließlich jungen, virtuosen Musikern und einer jungen Zielgruppe wurde die :alpenarte vor einem Jahr ins Leben gerufen. Völlig neue Arrangements, die Klassik und Zeitgemäßes verbinden, zeichnen das Programm aus. Viele von ihnen werden eigens für die :alpenarte geschrieben.

Gegründet und konzipiert wurde das Festival vom Liechtensteiner Musikmanager Drazen Domjanic mit Unterstützung der gemeinnützigen GmbH. Das einmalige, die Veranstaltungsreihe prägende Konzept des Intendanten in Residence stammt von ihm. Domjanic hat an diversen Institutionen in Kroatien, Österreich und Liechtenstein unterrichtet und widmet sich nun weltweit der Förderung von Nachwuchstalenten.. Er bleibt der :alpenarte als Gesellschafter und Berater in künstlerischen Belangen weiterhin verpflichtet.

Zweimal jährlich, im April und Oktober, findet eine Konzertreihe mit jeweils vier Aufführungen statt. Private Sponsoren und der Verein der Freunde von :alpenarte finanzieren den Großteil des Festivals, ein Zuschuss kommt vom Land Vorarlberg und der Gemeinde Schwarzenberg.

„Die alpenarte hat sich bereits im ersten Jahr hervorragend etabliert. Die Akzeptanz im Dorf und in der Region ist hoch“, freut sich Hans Metzler, Geschäftsführer der :alpenarte gemeinnützige GmbH. Das zeige sich in den deutlich gestiegenen Besucherzahlen im vergangenen Herbst, wo man knapp 1000 Besucher bei den vier Konzerten verzeichnet hat.
Die gute Entwicklung des Festivals stimmt Metzler positiv, dass das ursprünglich auf drei Jahre angelegte Projekt fortgesetzt wird: „Ich bin überzeugt: Unsere Vision, die :alpenarte zu einem kulturellen Magneten im Bregenzerwald zu machen, wird Wirklichkeit.“

Neuer künstlerischer Leiter

Die künstlerische Leitung hat neu der bekannte Klarinettist Sebastian Manz übernommen. Der in Hannover geborene Musiker gastierte im vergangenen Jahr bei der ersten :alpenarte. Manz wurde bereits mehrfach mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, zuletzt 2017 für die Gesamtaufnahme der Klarinettenwerke von Carl Maria von Weber. Der 31-Jährige ist seit 2010 Solo-Klarinettist des SWR Symphonieorchesters.

„Für mich ist die Rolle des künstlerischen Leiters eines solch jungen, und vom Konzept her weltweit einmaligen Festivals eine enorme Herausforderung, an der auch ich noch wachsen kann“, sagt Sebastian Manz. Er will bei der :alpenarte auch zukünftig neue Wege gehen: „Mir ist es ein großes Anliegen, mit jedem Konzert etwas Einzigartiges zu kreieren. Ebenso zu experimentieren, Grenzen auszuloten und zu erweitern, auch mal zu scheitern, um zu wissen, wie wir es beim nächsten Mal besser machen können.“

Mit jungen Musikern, die es professionell angehen, Verantwortung übernehmen und zu Entscheidungsträgern werden, will Sebastian Manz die :alpenarte für die Zukunft positionieren und gleichzeitig in der Region verankern.
Junge Besucher ansprechen.

Die Vermittlungsarbeit an den Schulen gehört für ihn zum Konzept. In Workshops und Kinderkonzerten sollen Kinder schon in frühem Alter für die Musik begeistert und Kultur als „Trumpf der Gesellschaft“ (Manz) begriffen werden. Dabei gewinnt auch die Präsenz in digitalen Medien zunehmend an Bedeutung, ist Manz überzeugt. Mit Gratiskarten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre und ermäßigten Tickets für unter 27-Jährige wird der Konzertbesuch des jungen Publikums zusätzlich gefördert.

Wechselnde Intendanten

Für das Programm von jeweils einer Konzertreihe sind die wechselnden Intendanten in Residence verantwortlich. Als künstlerischer Leiter unterstützt Sebastian Manz den jungen Intendanten von der ersten Idee bis hin zur Abwicklung der Konzerte.

Manz sieht in der ungewöhnlichen Aufgabenteilung eine große Chance für junge Musiker: „Musik ist und bleibt der wichtigste Bestandteil unserer Tätigkeit“, erklärt Manz. Aber die Zeiten, in denen eine Agentur alles für den Musiker gemacht hat, seien vorbei. „Spielen, spielen, spielen reicht heutzutage nicht mehr aus für eine Karriere. Umso wichtiger ist es, dass junge Musiker auch organisatorische Erfahrungen sammeln können.“ Das Erstellen eines Programms, durch das sich ein roter Faden zieht und das einer gewissen Dramaturgie folgt, sowie das Arrangieren eines Stücks gehören dazu.

Keine Berührungsängste

Die Rolle des Intendanten in Residence ist mit Petrit Çeku perfekt besetzt. Der 1985 im Kosovo geborene Çeku gilt als einer der interessantesten Gitarristen unserer Zeit: „Er lässt die Gitarre in einem völlig neuen Licht erscheinen und hat keine Berührungsängste zum Publikum“, formuliert Sebastian Manz.

Entsprechend spielen die Gitarre und die Geschichte der Gitarrenmusik die Hauptrolle im Frühjahrsprogramm der :alpenarte. Das Repertoire für die Gitarre ist in der westlichen klassischen Musik nicht sehr groß. Viele Stücke wurden von Sebastian Manz und Petrit Çeku eigens arrangiert und sind als Premieren in Schwarzenberg zu hören.

„Die Arrangements für die alpenarte zeigen, wie sich die musikalische Welt im 16. Jahrhundert, vor der Erfindung des Klaviers, angehört hat“, erklärt Petrit Çeku, der Musikerkollegen aus ganz Europa eingeladen hat. Mit Sara Domjanic, Tetiana Lutsyk, Filip Mercep, Rosanne Philippens, Pedro Ribeiro Rodrigues, Marie Spaemann, Isidora Timotijevic, Tomislav Vukšic und Tanja Ruždjak sind Musiker aus Deutschland, Kroatien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Serbien und der Ukraine in Schwarzenberg zu Gast.

Als Intendant in Residence ist er sich der Verantwortung seiner Aufgabe bewusst. „Ich bin dankbar für die Möglichkeit, die Musikwelt von der anderen Seite, als Organisator, kennenzulernen.“

Die Konzertreihe beginnt mit „Histoire“ und einem Exkurs in die Geschichte des Tangos. Astor Piazzollas Zyklus „Histoire du Tango“ zieht sich als roter Faden durchs Eröffnungskonzert am 5. April. Der zweite Abend steht mit Werken von Mozart, Beethoven und anderen unter dem Motto „Europa“. „Cantabile“ heißt es bei der dritten Aufführung, die für einmal nicht im Angelika-Kauffmann Saal in Schwarzenberg, sondern in der Klosterkirche Bezau stattfindet. Dort steht mit der jungen Sopranistin Tanja Ruždjak der Gesang im Mittelpunkt des Abends. Fetzig geht die Frühjahrssequenz der :alpenarte mit „Let’s dance!“ zu Ende. Rumänische Volkstänze von Béla Bartók und ein Dschungelbuch-Medley stehen unter anderem auf dem Programm des Abschlusskonzerts am 8. April.

Neue Wege in der Kommunikation

Als Festival der Nachwuchselite spielt im Angelika-Kauffmann Saal eine Generation von Musikern, die großen Wert darauf legt, ihre Kunst auch in den sozialen Medien erlebbar zu machen. So setzt das :alpenarte-Medienteam neben der klassischen Konzertaufnahme auf innovative Aufnahmetechnik wie 360 Grad Ton- und Videoaufnahmen. Die täglich produzierten Videoclips werden sofort auf den sozialen Kanälen veröffentlicht.
„In der konsequenten Umsetzung dieser Kommunikationsstrategie sehen wir inzwischen ein Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltung“, erklärt Marco Rusch, Leiter des Medienteams der :alpenarte.

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