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Klassespiel, aber kein Sieger

Der Landesliga-Schlager hielt, was er versprach. Das 1:1-Remis im Hit Brederis gegen Bludenz hilft aber keinem weiter. In der Vorarlbergliga feierte Bregenz einen glücklichen 2:1-Erfolg in Lauterach.

Seit nunmehr neun Heimspielen in Folge ist Brederis ungeschlagen. Auch Leader Bludenz wahrte seine makellose Bilanz, ist als einziges Team in dieser Saison noch ohne Niederlage. “Das Ergebnis geht in Ordnung, trotzdem haben wir es verabsäumt, in der ersten Hälfte den möglichen Dreier einzufahren”, sagte ein zufriedener Brederis-Coach Martin Schneider nach dem Schlusspfiff gegen ein starkes Bludenz. “Selten sieht man solche Klassepartien im Unterhaus, wo Tempo und Taktik das Spiel so unterhaltsam machen”, meinte Bludenz-Coach Lassaad Chabbi. Den besseren Start erwischten die Hausherren. Zwangsläufig ergaben sich gute Einschussmöglichkeiten, aber Fröhle (1.), Onur Yilmaz (11.) und Fabian Pirolt (23./44.) scheiterten. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Nach Seitenwechsel verwertete der aufgerückte Ivandic eine Atav-Ecke zur Führung (55.). Doch Brederis-Torjäger Pirolt stellte wenig später den Endstand her (59.). Für den Youngster war es das fünfte Saisontor. Unrühmlicher Höhepunkt war der Platzverweis von Bludenz-Stürmer Carvonera (87.). Den Matchball vergab Philipp Preiml für die Hausherren in der Nachspielzeit.

Bregenz-Sieg in letzter Sekunde
“Das Spiel wurde durch eine klare Fehlentscheidung zu Gunsten der Bregenzer entschieden”, zeigte sich Lauterach-Coach Jürgen Gassner nach dem Schlusspfiff verärgert. Verständlich, war sein Team in der ersten Hälfte klar die bessere Elf und kam zu zahlreichen Chancen. Die beste vergab Ferry Balaei (16.), als er den Ball am leeren Tor vorbeischob. Von den Gästen war in Halbzeit eins kaum etwas zu sehen. Die Bregenzer, die auf die Stützen Volker Lindinger (gesperrt), Volkan Özgün (verletzt) und Jürgen Kauz (beruflich) verzichten mussten, kamen dann frischer aus der Kabine und fanden gute Chancen durch Tobias Kronberger und den eingewechselten Stefan Maccani vor. Letzterer brachte die Gäste dann in der 79. Minute nach einer Flanke von Marko Fink per Kopf in Führung. Drei Minuten später nützte Soner Akbulut einen Fehler der Bregenz-Abwehr zum verdienten 1:1-Ausgleich.

Als alle schon mit einem Remis rechneten, sah der schwache Schiedsrichter Kemal Nesimovic in einem harmlosen Zweikampf in Strafraumnähe ein Foul von Balaei am Bregenzer Eren Dulundu. Den Freistoß trat Simon Herzog, der dem Lauteracher Schlussmann Rene Morscher keine Chance ließ. Damit war das Spiel entschieden. Bregenz-Coach Jan Ove Pedersen meinte nach dem Spiel: “Ich bin sehr glücklich über die drei Punkte. Es war das erwartet schwere Spiel. Im Großen und Ganzen haben wir verdient gewonnen.”

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